FUTTERMITTELLEXIKON

 

Futtermittellexikon

Futtermittellexikon

 

 

Welche Futterbestandteile sind für meine Fische geeignet ? Welche  Vor- und Nachteile ergeben sich ? Vorab einige Grundbemerkungen :
Wie und wieviel eines Futterbestandteils  ein Fisch aufnehmen kann richtet sich


a. nach der im Pellet enthaltenen vewertbaren Bestandteile

wir alle wurden in unserer Jugend mit Spinat traktiert, weil er soviel gesundes Eisen enthält. Richtig ist, daß Spinat Eisen enthält, aber leider enthält er auch Oxalsäure, und diese bildet mit dem Eisen einen Eisenoxaltkomplex, der vom Körper nicht aufgenommen werden kann. Also alle die Kleinkinder die den Spinat ausgespuckt haben, waren auf der richtigen Fährte. Der Wirkstoff muß also in einer für den Körper verwertbaren Form vorliegen. Ein weiteres Beispiel ist der Süßstoff. Bekanntermaßen wird er vom Organismus nicht aufgenommen, spart also Fettpolster

b. nach der Kapazität mit der der Organismus den Stoff überhaupt aufnehmen kann.

das kann zum Teil schon bei einzelnen Individuen stark variieren. Nehmen wir als Beispiel die Antibabypille. Sie wird zwar gut aufgenommen, aber wenn die Betroffene Durchfall hat reicht einfach die Zeit nicht zur Aufnahme. Das hängt also vom Organismus ab wie Darmlänge, Darmoberfläche, Resorptionsgeschwindigkeit z.B. bei aktivem Transport von der Menge der Enzyme, bei passivem Transport von dem Konzentrationsunterschied usw. Man spricht von der Verdaulichkeit. Diese hängt oft auch von der Spezies ab, so kann eine Kuh ohne Probleme langkettige Kohlenhydrate knacken, eine Forelle hat damit erhebliche Probleme.
Also nicht alles was in einem Futtermittel  Bestandteil ist gelangt zwangsläufig so und in dem Umfang in den Organismus.

Und ein Wort zu den sogenannten Heilmitteln : In der Physik gilt actio = reactio . Genauso zwingend gilt in der Pharmakologie : Was wirkt , nebenwirkt . Wenn etwas wirkt hat es auch immer Nebenwirkungen . Es ist immer ein Abwägen zwischen Nutzen und Schaden. Was keine Nebenwirkungen hat, wirkt auch nicht . Das ist in der Pharmakologie ein ehernes Gesetz , damit und mit dem gesunden Menschenverstand läßt sich schon Vieles beurteilen.

A

Ackerbohnen

sie sind im Vergleich zu den Getreidearten wesentlich proteinreicher bei wesentlich geringerem Stärkeanteil ( 37 % Protein), allerdings enthält sie wenig Methionin und Tryptophan. Der Mineral und Vitamingehalt entspricht im wesentlichen dem Getreide. Allerdings enthalten >Ackerbohnen mindestens 5 % schwer verdauliche Zucker wie Raffinose und Stachyose. Das führt mitunter zu Verdauungsstörungen. Dier Bedeutung der Ackerbohne im der heutigen Futtermittelverarbeitung ist im Gegensatz zu früher stark rückläufig zugunsten von Soja ( siehe dort ).

Aflatoxin


Stoffe des Schimmelpilz Aspergillus. Die Wirkung ist Leistungsminderung, Kümmern, Leberschädigung, Leberkarzinom, Immunsuppression. Der Gehalt sollte 0,001 mg/kg keinesfalls übersteigen.

Aldehydzahl

Kennzahl für die ungesättigten Aldehyde im Fett. Abgelöst durch den Begriff Anisidinzahl.

Alleinfuttermittel

das sind nach dem Futtermittelrecht  Futtermittel, die allein den Nahrungsbedarf der jeweiligen Tiergruppe berücksichtigen und decken.

Altbrot

Inhaltsstoffe pro kg : Rohprotein 121  g, Fett 17 g, Ca 0,9 g, Phosphat 2,3 g, Na 8,3   g
Es handelt sich um Nebenprodukte und Rohstoffe aus der Lebensmittelgewinnung. Nachteil : durch die Vielzahl der Arten variiert die Zusammensetzung sehr stark, so daß kontinuierliche Werte kaum möglich sind. Auch sind mitunter die Verunreinigungen z.B. durch Verpackungsreste ein Problem. Auch Feuchtigkeit, Zustand der Vitamine, Wertigkeit der Kohlehydrate, Gewürze etc. machen die Nutzung schwierig und problematisch. Überwiegender Kohlehydratlieferant.    
                                                                                                                                                           

Aluminium

Es gilt in zunehmendem Maße als Problemstoff bei Fischen. Zwar sind die Teiche nicht durch Abwässer belastet, aber es sind auch die Belastungen durch Aluminiumverpackungen zu beachten. Auch hier gehen je nach Lagerzeit doch einige Mengen in das Futter über. Hinzu kommt natürlich die Belastung durch Futterbestandteile wie Küstenfische ( bis 0,38mg/kg), Algen etc und es ist zu beachten,  daß die dann mitunter bei der Futterherstellung zu einer nicht unerheblichen Konzentration führen können. Die "Alubeutel" , die wir verwenden sind keine eigentlichen Alubeutel sondern ein Verbundprodukt aus Kunststoff/Alu/Kunstoff  und sind aus der Lebensmittelindustrie. Im Gegensatz zu den einfachen Alubeuteln die oft beim Tierfutter verwendet werden, besteht hier keinerlei Gefahr, dass Futter mit Aluminium kontaminiert wird. Das hat allerdings seinen Preis.
 

Aminosäuren


grundsätzlich gibt es unzählige Aminosäuren - geschätzt über 400 - die man nach ihrer "Funktion" als proteinogene und nichtproteinogene einteilt. Uns interessieren im Rahmen des Futters nur die proteinogenen. Das sind die Aminosäuren, die der Körper braucht um Protein zu bilden. Protein ist vereinfacht gesprochen nur die genetisch bestimmte Aneinandereihung von Aminosäuren. Dabei unterscheidet man weiter nach essentiellen, bedingt essentiellen und nichtessentiellen . Essentielle sind die Aminosäuren, die die betreffende Spezies nicht selbst "produzieren" kann, sie müssen zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine Proeteinsynthese kann nur stattfinden, wenn alle Bausteine zur Verfügung stehen. Bedingt essentielle sind solche, die der Organismus ggfs. aus einer anderen Aminosäure synthetisieren kann, vorausgesetzt, diese ist vermehrt vorhanden. Für die Proteinsynthese ist damit nicht nur wichtig, daß alle für dieses Protein notwendigen Aminosäuren zur Verfügung stehen, sondern auch, daß sie in dem jeweiligen untereinander notwendigen Verhältnis vorhanden sind . siehe hier auch Liebig´sche Faßtheorie. Nur wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, werden Proteine gebildet und entsteht gesundes Wachstum. Wachstum heißt ja nicht anderes als Zunahme an Muskeln etc. also Proteinen. Fett und Kohlehydrate führen zwar zu einer Volumenszunahme, das ist aber eine Verfettung des Organismus und kein echtes Wachstum. Aus diesem Grund ist es für ein Futter elemetar, daß für die jeweilige Tierart dessen Aminosäurespektrum in der kompletten Mengen und dem richtigen Mengenverhältnis der Aminosäuren zueinander gegeben ist. Damit steht und fällt die Qualität des Futters. Da jede Spezies ein anderes Proteinspektrum hat, versteht es sich von selbst, daß am geeignetsten Futterbestandteile aus der gleichen oder einer ähnlichen Tiergattung sind , bzw. aus den üblichen Nahrungstieren der Spezies. Auch aus diesem Grund ist Katzenfutter nicht für Koi geeignet, und auch Forellenfutter entspricht nicht dem Ideal. Treffen die beiden Voraussetzungen nicht zu, werden die Aminosäuren einfach zu Energie gemacht. Dazu ist Protein bzw. die Aminosäure zu teuer, da die einfacher mit Kohlehydraten geschieht. Ferner dienen Aminosäuren, die so verwertet werden nicht mehr einem Wachstum und führen bei Energieüberschuß zur Verfettung.

Ammoniak

greift als Gift die Schleimhäute an vorallem der Kiemen und des Darms, was zu Blutungen führt.Der Gerhirnstoffwechsel ist gestört, Blut- und Nervenzellen werden angegriffen. Fische schießen orientierungslos durch das Wasser. Als Grenzwert gelten für Koi 0,02 mg/l was be pH 8 einem Ammoniumanteil von 0,48 entspricht. Die Toxizität wird allerdings von zahlreichen anderen Faktoren beeinflußt wie : Sauerstoffversorgung, Kondition der Fische vorallem Mangel an Fettenergie etc. Man sollte aus Sicherheitsgründen aber immer vom schlechtesten Fall ausgehen.Die Fischgewässerrichtlinie legt den Grenzwert auf 0,02 mg/l für Karpfen fest bzw. 1 mg/l Ammonium. Die Situation wird vorallem verschlechtert durch zu viel Futter, Futterreste die im Teich vergammeln, Kot auf dem Teichgrund, tote Fische im Wasser etc. Sind im Teich viele Algen kann es durch die biogene Entkalkung schnell zu einem hohen pH kommen und im Sommer bei mehr wie 35 C wird es dann für die Fische schnell eng. Deshalb auch dem Wasser regelmäßig Mineralien zufügen. siehe auch Eiweiß, Ammonium ,  pH
 

Ammonium

ziemlich harmlos und nicht zu verwechseln mit Ammoniak, das sehr giftig ist. Werte bis 1 mg/l  sind noch tragbar, teilweise sind beim Transport Werte bis 40 mg/l beobachtet worden, ohne daß dies die Fische wesentlich beeinträchtigt hat. Hier spielt der pH eine entscheidende Rolle, denn je nach pH variiert der jeweilige Ammoniakanteil. Für Praktiker gelten folgende Werte als Faustregel : pH 6  100 % Ammonium, pH 7 99 %, pH 8 96%, pH 9 75%, pH 10 22%. Wir haben also bei pH 9  75 % Ammonium und 25 % Ammoniak. Zusätzlich wird der Wert beeinflußt durch Salzgehalt, Wasserhärte und Temperatur. So beträgt der Ammoniakgehalt bei pH 9 und 5 C 11,02 % während er bei 25 C bereits 35,76 % beträgt.siehe Ammoniak

Anisidinzahl

siehe Aldehydzahl

Anis

Wird empfohlen bei Abgeschlagenheit, als Aphrodisiakum, bei Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Epilepsie (unterstützend), Erbrechen, Halsinfektionen, Insektenstichen , Kopfschmerzen, Milchbildung, Magenkrämpfe, Pfeiffersches Drüsenfieber , Reizhusten, Schlaflosigkeit, Schluckbeschwerden, Trockener Husten und Verdauungsschwäche. Verdächtig schon , dass ein Mittel für so viele Probleme anwendbar ist.
Nun fragen Sie Ihren Koi, ob er unter einer der in Frage kommenden Erkrankungen leidet.Sinn und Zweck sollten Sie selbst entscheiden können , vorallem wenn Sie bei Ihren Fischen Reizhusten und Schlaflosigkeit bemerken.

Anorganische Substanz

diese entspricht der sogenannten Rohasche und besteht aus Sand, Ton, Reinasche und Mengen- und Spurenelementen

Antiniacin Faktor

Vorkommen vorallen in Hirse und Mais. Verhindert die Aufnahme von Niacin . Folge : Niacinmangel

Antioxidantien

Natürliche oder künstliche Substanzen die die Schädigung vorallem der Fette durch Sauerstoff verhindern sollen ( ranzig werden ). Natürliche Antioxidantien sind Vitamin C und Vitamin E und dessen Abkömmlinge ( Tocopherol, Tocotrieole) . Hier gibt es keine Begrenzung, da es sich um Vitamine oder deren Abkömmlinge handelt. Gerade gesunde Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren neigen dazu sich zu gesättigten Fettsäuren umzuwandeln. Gesättigte Fettsäuren sind zwar nicht ungesund, aber für den Organismus weniger wertvoll. Chemische Antioxidantien sind BHA und BHT -> siehe dort Ethoxiquin, hier ist die oberste Grenze auf 150 mg/kg bei Gallaten auf 10 mg/kg festgelegt.

antinutritive Substanzen

das sind Substanzen, die die Nahrungsaufnahme behindern wie Beta Glucane, Pentosane etc. Anteil bei den verschiedenen Getreidearten in g/kg Trockenmasse : Gerste 115, Hafer 101, Roggen 111, Weizen 76, Mais 65 .

Artischocke

Bitterstoffe wie das Cynaropikrin bewirken, dass sich mehr Magensäure bildet, und soll damit appetitanregend wirken. Das Problem bei Koi , er hat keinen Magen. Flavonoide und Caffeoylchinasäure-Abkömmlinge steigern die Produktion von Gallensäuren . Das Problem beim Koi : auch hier funktioniert er anders wie der Mensch.
Angeblich wirkt sie sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus, das Problem : kaum ein Koi hat Probleme mit Arterienverkalkung. Ferner lindert sie Blähungen, die konnten beim Koi noch nicht beobachtet werden.
Ist die Wirkung schon beim Menschen nicht nachgewiesen, so ist sie beim Koi auf Grund anderer anatomischer Gegebenheitetn erst recht absurd.

 

Ascorbinsäure

syntetisches Vitamin C. Entspricht in seiner Wirkung nicht ganz dem natürlichen Vitamin C ähnlich wie natürliches und künstliches Insulin.

Autolysat

abgestorbene Zellen die sich auflösen. Wird mitunter als Lockmittel verwendet, nennt sich dann Autodigestat.

B

Bäckererzeugnisse

Der pure Zucker bzw. Kohlenhydrate. Es handelt sich um Brot, Kuchen, Nudeln usw. Berühmt berüchitgt auch als Kanne. Hat weder im Tierfutter noch im Teich was zu suchen. Es sind schlicht und einfach die Teile die der Bäcker entsorgt weil er sie nicht mehr verkaufen kann -> zB. Bruch etc.  führt zur Verfettung und belastet unnötig den KH Stoffwechsel.

Basilikum

Hauptinhaltsstoffe von Basilikum sind ätherische Öle. Es handelt sich im einzelnen um Cineol, Linalool, Citral, Estragol, Eugenol, Methylcinnamat, Kampfer, Ocimen, Geraniol, Methyleugenol und Zimtsäureester.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt Verbrauchern den Rat, Basilikum nur zum Würzen zu verwenden, da das in Basilikum enthaltene Estragol und Methyleugenol in Tierversuchen eine erbgutschädigende und krebsauslösende Wirkung hat. Dabei hilft es ohnehin nur  gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Und das wollen Sie Ihrem Koi geben ? nur weil er über Migräne jammert . Sie sehen kein Risiko , weil ein anderes Kraut in Ihrem Futter ja Krebs verhindert ??! Wir meinen trotzdem lassen Sie es.

Beta Glucane

diese wirken als Immunstimmulation durch ihre Affinität zu den Granulozyten, die sie stärken und aktivieren. Dabei ist nicht jedes Beta Glucan jeder Pflanze gleich gut geeignet. Wichtig ist, daß es sich um 1,3-1,6 Beta Glucan handelt. Hier hat es den Anschein als wenn Beta Glucan aus Hefeprodukten wirksamer ist. Das mag damit zusammenhängen, daß es Bestandteil der Hefewand ist. Die Wirkung von Beta Glucan wurde als eine der wenigen Substanzen in ihrer Wirksamkeit durch klinische Studien belegt. Wir verwenden es im Immunfutter. Es im Dauerfutter zu geben macht keinen Sinn, weil im Laufe der Zeit es offenbar zu einer gewissen Gewöhnung oder Erschöpfung führt, so daß die Dosis erhöht werden müßte. Da dies nicht geschieht ist damit die Dauergabe von Immunstimulantien sinnlos und unwirksam. Nebenwirkungen : sie erhöhen die Viskosität des Darminhaltes und setzen damit die Verdauung , Resorption und  Futterdurchgangszeit runter.

Benzoesäure

Fällt unter die sonstigen zootechnischen Zusatzstoffe und ist eigentlich nur in der Schweinemast zugelassen (Reduktion des pH Wertes des Harns ). Ansonsten bekannt als Konservierungsmittel, das allerdings nicht unumstritten ist.

BHA bzw. BHT

Butylhydroxyanisol bzw. Butylhydroxytoloul  synthetische Antioxidationsmittel. Umstrittene Substanzen, aber chemisch hergestellt sind sie wesentlich billiger wie Vit. C oder E. Werden langfristig vom Markt verschwinden. Es gibt allerdings kein Fischmehl, das nicht chemische Antioxidantien enthält, da sich Fischmehl ansonsten ähnlich wie die Silage beim  Bauern selbst entzünden würde. Das ist hier ein notwendiger Zusatz.. Fischfutter mit dem Zusatz ohne Antioxidantien ist ein reiner Werbegag, die gibt es nicht; da man aber nur die eigenen Zugaben deklarieren muß und nicht die des Vorlieferanten wird mit dieser Täuschung oft geworben.

 

Bierhefe

Bierhefe getrocknet (Brauereihefe) wissenschaftlicher Name Saccharomyces cerevisiae
Ein Nebenprodukt der Bierherstellung, das nach der Trocknung als Pulver erhältlich ist . Der große ernährungstechnische Wert  besteht im Gehalt an qualitativ gutem und hochverdaulichem Protein und essentiellen Aminosäuren sowie vorallem  an B-Vitaminen. Bierhefe wird heute selten als Futtermittel benutzt, weil es eigentlich zu "schade ist, und deshalb vorwiegend im Bereich der menschlichen Nahrungsergänzung etc. benutzt wird. Besondere Inhaltsstoffe Nukleinsäure (da Mikroorganismus ) als N-freies Protein. Gehalt an B-Vitaminen vorallem B6, B12.

Bindemittel

 

Sie dienen der Verbesserung der Pelletfestigkeit. Zugelassen sind Kaolini, Sepiolit, Eugninsulfat. etc. Probleme bereiten mitunter synthetische Ca-Aluminate, Klinopticolith. Diese haben allerdings einen eng begrenzten Zulassungsbereich.

Birkenblätter

Sie enthalten Flavonoide, vor allem Hyperosid , wie Avicularin und Triterpene, Phenolcarbonsäuren , Vitamin C und einige ätherische Öle . Der Effekt ist eher wassertreibend, vorallem durch die Flavonoide. Sollte Ihr Koi also zu Harnblasenreizungen und Nierensteinen neigen , gönnen Sie ihm Birkenblätter , ansonsten laben Sie sich lieber selbst an dem köstlichen Nierentee .

Bio

sagt höchstens aus, daß die verwendeten Rohstoffe biologisch erzeugt wurden; und da ist schon fraglich ob der Unterschied recht gravierend ist.Sagt weder was über die Gesamtqualität noch über die Verarbeitung aus. Verbruzzeltes Bio ist schlechter als schonend verarbeitetes "Normalfutter". Ist eher in die kategorie Werbegag einzuordnen. Berücksichtigt man dann auch noch Bio aus China wird es eher abenteuerlich. Zum Teil ist mehr Bio auf dem Markt, als es entsprechende Anbauflächen gibt.

BioMos

zählt ähnlich wie Beta Glucan zu den Immunstimulantien. Auch hierbei handelt es sich um Bestandteile der Hefezelle. Auch hier existieren wissenschaftliche Studien, die
eine immunstimmulierende Wirkung nachweisen, insbesonders kommt es zur Aktivierung der Lysozyme.

 

Blutmehl

Auch so ein Abfallprodukt aus der Schlachtung. Wer den Ablauf am Schlachthof kennt, weiß, daß das Blut der Schlachtiere in einem Sammelbehälter zusammenläuft. Das Schlachtier hängt zwischenzeitlich rum und wartet auf den Veterinär. Stellt dieser was fest wird das Schlachttier entsorgt ( Tierkörperverwertungsanstalt). Ob da dann jeder an den Abfall im Sammelbehälter denkt, der ja eigentlich grundsätzlich entsorgt wird ?? Ich habe da so meine Zweifel. Danach holt einer das Blut ab und verarbeitet es als Blutmehl. Soweit es bei eßbaren Fischen zum Einsatz kommt mag es ja noch eine gewisse Kontrolle geben, aber bei den nicht eßbaren !!??? Es mag noch als organischer Dünger brauchbar sein, aber im Fischfutter erscheint mir das Ganze doch zu riskant ( Vibrionen, Arzneimittelrückstände usw. ). Insoweit fehlt mir der Glaube, daß für Zierfische hier ein Kontrollaufwand getrieben wird. Und  wer das Buch : " Katzen würden Mäuse kaufen " gelesen hat, wird mich verstehen. Da erscheint einem Gammelfleisch noch als Filet.

Bodentierchen

hier spielen vorallem zwei Arten eine wesentliche Rolle, nämlich die Tubifex oder Schlammröhrenwürmer. Sie sind bis zu 4 cm lang. Es handelt sich um typische Bewohner nährstoffreicher aber sauerstoffarmer Bereiche. Diese Tiere ragen zum Teil aus dem Schlamm raus und führen durch ihrer Bewegungen diesen Bereichen frisches sauerstoffreiches Wasser zu. Die zweite Gruppe sind die Zuckmücken oder Chironomiden. Sie sind zwischen 0,5 - 2 cm groß. Sie leben im Schlamm und bilden zum Teil Schwärme. Ferner halten sich in dem Bereich noch auf die Larven der Eintagsfliege, der Stechmücke und der Köcherfliege.

Bohnenkraut

Es wirkt gegen Potenzstörungen und Magenkrämpfe. Das zeigt schon wie absurd der Einsatz in einem Koifutter ist. Aber vielleicht leiden Ihre Koi ja unter Erektionsstörungen, Husten, Nervenleiden und Gelenkbeschwerden. Das bedarf keiner weiteren Kommentierung, hier wird nicht erkannt, dass ein Koi kein Mensch ist, und selbst da sind die beschriebenen Wirkungen nicht belegt.

Brennessel

Bei manchen Erkrankungen mag Brennessel unterstützend helfen, nur hat ein Koi weder Rheuma, Gicht, Haarprobleme Frühjahrsmüdigkeit, Arthrose, Arthritis, Zyklusbeschwerden . Brennessel färbt daneben das Wasser braun. Neigt Ihr Koi zu Nierensteinen , trinken Sie oft mit ihm Tee. Auch Ihrer Libido und Potenz tut das gut , vorallem wenn Ihnen Austern zu teuer sind . Sinn macht es höchstens im Immunfutter , und da nur vorübergehend und hochdosiert.

Buttermilchpulver

Vollmilch -> Rahm -> Butterschleuder  -> Butter  -> Buttermilch  -> Trocknung  -> Buttermilchpulver. Üblich sind Sprühtrocknung. Als Konservierung wird oft Formaldehyd eingesetzt ( bis zu 600 mg/kg ), das bekanntlich in dem Verdacht steht  Tumore auszulösen. Rohprotein 306 g, Lysin 20,6 g Methionin 9,2 g, TrTryptophan 1,9 g, Lactose 400, Ca 23,9 , P  10,1 g, Na  0g, K 0g. Oft entstehen Hitzeschäden am Rohprotein während der Trocknung ; das mindert erheblich die Qualität.

C

Carragen

Binde und Verdickungsmittel. Im Tierversuch verursacht es Geschwüre und Veränderungen im Immunsystem. Daneben soll es Allergien auslösen und die Aufnahme von Mineralien behindern. Also sicher weniger empfehlenswert .

Calciumsorbat

E203 Konservierungsmittel. Halbwegs brauchbar.

Carotinoide

Sie verleihen dem Eidotter, dem Lachs, der Lachsforelle etc. seine entsprechende Farbe. Es handelt sich meist um Beta-Apo-Gamma-Carotinoid, Carotinsäure-ester, Canthaxanthin, Capsanxanthin, Cryptoxanthin, Lutein, Zeaxanthin, Asthaxanthin. Mitunter auch Eisenoxid, Tatrazin, Carmin, Amaranth, Erythrosin etc. Manche dieser Stoffe sind sehr umstritten. Hier sollte man sich eher an die Stoffe halten, die in der Natur vorkommen, und weniger aus Chemikalien stammen. Natürliche Substanzen sind Lutein und Asthaxanthin z.B. aus Tagetes usw.

Casein

Protein aus Milch. Früher häufige Zutat zum Fischfutter. Prof. Steffens konnte gute Ergebnisse damit in der Karpfenzucht erreichen.

Cellulose

für die meisten Tiergruppen unverdaulich. Besteht aus Zellwandbestandteilen wie Schalen etc. , eher als Abfall aus der Getreideherstellung zu bewerten.

Citrinin

Mykotoxinstoff der vonPilzen gebildet wird. Führt zu Leber-, Nierenschäden, sowie Leistungsminderung. Deshalb jegliches schimmlige Futter gehört komplett entsorgt, nicht nur der Teil in dem der Schimmel sichtbar ist.

Cobalamin

Vitamin B12, wichtig für den Eiweißstoffwechsel und die Blutzellen.

 

D

dehydriert

bei Futtermitteln : getrocknet, Ausdruck für das Entziehen von Wasser aus Futtermitteln , bei Menschen oder Tieren Wassermangel im Organismus
bei Süßwasserfischen kaum möglich

 

DHA

für die Entwicklung wichtige mehrfach ungesättigte Fettsäure

Digest

Eigentlich Auszug wie z.B Readers Digest für alle , die die Zeitung kennen die alles irgendwie auszugsweise beschreibt. Im Futtermittelbereich handelt es sich um einen meist flüssigen Extrakt aus den jeweiligen Zutaten. Soll die Verdauung erleichtern. Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wird-  chemisch vorverdaute Nahrung . Bei einem gesunden Tier ist das sowieso Unsinn , und ein erkranktes Tier mit Darmproblemen bedarf einer entsprechenden Behandlung .

DL-Methionin / DL-Lysin

chemisch hergestellte Aminosäuren,

E

E Nummern

hierunter fallen alle zugelassenen Zusatzstoffe

Eiweiß

wichtigster Aufbaustoff des Fischorganismus. Es bildet Muskeln, Gehirn, Blutzellen, Haut, Organe. Ohne entsprechendes Eiweiß kein Wachstum. Die Untereinheit der Eiweiße
ist die Aminosäure. Hier werden ganz bestimmte genetisch fixierte Abfolgen und Mengen benötigt. Besteht modellhaft ein Muskel aus den Aminosäuren BCCECEF  und die von Weizen aus ABBCDB  zeigt sich hier E und F fehlen im Weizen, das heißt mit Weizen ist  k e i n  Muskel aufbaubar. Damit ist die Eiweißqualität bzw. das Vorhandensein aller benötigten Aminosäuren von ausschlaggebender Bedeutung für die Qualität eines Futters.

 

Eiweißmangel

Karpfen in freier Wildbahn ernähren sich von Chironomidenlarven und Copepoden die zu 41 - 60 % Eiweiß bezogen auf deren Trockenmasse enthalten. Im wahrsten Sinne essentiell ist hier das Zuführen der essentiellen Aminosäuren. Fehlen diese oder erhält der Fisch zu wenig Eiweiß, kommt es zu Wachstumsdepressionen Hungerverlust und schließlich zum Absterben. Fehlt Thryptophan kommt es zu Wirbelsäulenverkrümmungen, ein Mangel an Methionin führt zur Linsentrübung, ein Mangel an Lysin zu massivem Ektoparasitenbefall, Farbveränderung, Flossendefekten, Verpilzungen. Gerade der Ersatz von Eiweiß durch Getreide = Kohlenhydrate führt zu diesen Erscheinungen.

Erbsenkleie

Hier wird alles was bei der Schälung und Waschung anfällt zu einem Mehl verarbeitet also in der Hauptsache Schalen , die bei der Schälung und Reinigung anfallen. Wenn das ihr Fisch wüßte.

Ethoxyquin

Konservierungsmittel, sollte heute eigentlich nicht mehr verwendet werden, aber immer noch in Futtermitteln anzutreffen.
Effizientes und sehr billiges Konservierungsmittel (E 324 ), chemisches Antioxydant (Hersteller US-Multi Monsanto, ursprüngliche  Verwendung war, die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern), in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen (früher zur Oberflächenbehandlung von Äpfeln)

extrudiert

Herstellungsverfahren von Fischfutter. Vorteil im Gegensatz zu Fermentierung  ist, daß vorallem die Getreideanteile aufgeschlossen werden und besser verdaulich sind. Auch besteht beim Fermentieren die Gefahr , daß Keime übertragen werden. Wichtig ist die schonende Extrusion. Wird mit 480 Grad extrudiert ist alles vernichtet, Eiweiß durch die Maillardreaktion ruiniert, nur die Mineralien überstehen sowas. Und es sollte ein Doppelwellenextruder sein, denn der kann etwas mehr wie ein Fleischwolf.

F

Federmehl

in letzter Zeit immer öfter ein Mischfutterbestandteil . Dabei handelt es sich um reine Abfälle aus der Geflügelschlachtung. Der wesentliche Bestandteil ist damit Keratin, was so fast ganz unverdaulich ist. Das hat zwar einen hohen Cystein- aber einen sehr geringen Lysin- und Methioninanteil. Erst durch Behandlung ( Hitze, Druck, Hydrolyse ) wird das ganze überhaupt verdaulich aber durch diese ruppige Behandlung kommt es mitunter zu Verbindungen mit anderen Inhaltsstoffen die das Ganze biologisch unverwertbar machen. Es ist eigentlich für Futtermittel unbrauchbar und sollte, wenn überhaupt, nur in äußerst geringen Mengen zugefügt werden. Es ist eher grundsätzlich für Geflügel oder Wiederkäuer geeignet.

Fenchel

Wer wurde nicht als Kleinkind mit Fencheltee traktiert ??  Er ist krampflösend und hilft gegen Blähungen und Bauchkrämpfe. Allerdings bestehen erhebliche Zweifel ob das beim Koi genauso gilt, da er in den Bereichen der Wirkung ganz andere anatomische Strukturen aufweist.Daneben kann die Heilpflanze Schleim lösen, Auswurf fördern . Auch wenig relevant bei einem Fisch. Neben seinem ätherischen Öl hat er viele weitere Inhaltsstoffe , weshalb es schwierig ist, die jeweilige Wirkung im Einzelnen genau zu bestimmen: So enthält Fenchel  Flavonoide, fettes Öl, Antioxidantien und den östrogenähnlichen Stoff Estragol.
Die letzte Substanz steht aber unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Also Finger weg.

Fette

sind in einer Futterbeschreibung nur "Fette" genannt, handelt es sich um Abfälle, hochwertig sind Öle und hochwertige Fette, die dann aber in der Regel genannt werden. Siehe auch unter Öle

Fettmangel

Fett ist generell für den Fisch ein wichtiger Energieträger. Daneben braucht der Fisch die darin enthaltenen Vitamine K,D,E und A sowie die essentiellen Fettsäuren. Ein Fettmangel führt dazu, daß vermehrt auch Eiweiß zur Energiegewinnung herangezogen wird, was zur Wachstumsverschlechterung führt. Gleichzeitig steigt die Ausscheidung von Ammonium mit all´seinen Folgen. Maximale Proteinausnutzung wird beim Karpfen bei einem Fettgehalt von ca. 12 % Fett und 42 % Eiweiß erreicht.

Feuchtigkeit

ein Futter mit mehr wie 14 % Wasser ist nicht lagerfähig, es wird über kurz oder lang schimmeln. Deshalb sollte der Wassergehalt eines Futters möglichst gering sein. Im übrigen macht Wasser nicht satt, das für diesen Anteil bezahlte Geld ist damit zum Fenster hinausgeworfen. Ein Wasseranteil unter 7 % stellt gernerell einen guten bis sehr guten Wert dar.

Fischnebenerzeugnisse

anderer Ausdruck für Abfälle, oder was sind bei Ihnen sonst Flossen, Köpfe, Gräten Augen etc.

Fischmehl

für Fische gut geeignete Futtergrundlage, da Fischmehl auf Grund seiner Herkunft natürlich dem Aminosäurenanforderungen eines Fisches am nächsten kommt. Allerdings 20 x so teuer wie Soja. Man unterscheidet allerdings verschiedene Güteklassen. So besteht braunes Fischmehl eher aus Fischnebenerzeugnissen, weißes Fischmehl dagegen aus dem sogenannten Beifang oder aus Fischen die in der Regel nicht für den menschlichen Verzehr genutzt werden. In diesen beiden Kategorien gibt es dann noch verschiedene Qualitätsstufen wie zB. normal und premium usw.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse

wenn nicht näher beschrieben handelt es sich um die blumige Beschreibung von Abfällen. Es sind in der Regel Tierkörper oder Teile von Tierkörpern warmblütiger Landtiere z.B. Häute, Hufe,  Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl . Nebenerzeugnisse ist eine Bezeichnung für Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr  geeignet sind. 

Fleischnebenerzeugnisse

wieder eine blumenreiche Umschreibung für Häute, Hufe, Blut, Federn, Därme, Sehen, Knochen

Fleischmehl oder auch Tiermehl

kann, wenn nicht näher bezeichnet, alles beinhalten und stammt meist aus Abdeckereien und darf seit 2001 nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden . Umso häufiger taucht es in Futtermitteln auf, vorallem da große Lebensmittelkonzerne auch im Futtermittelgeschäft mitmischen, so daß der Eindruck entsteht, man mache dies, weil hier noch ein paar Euro verdient sind, während die ordnungsgemäße Entsorgung eher was kosten würde.

Fütterung

wählen Sie eine schlammarme tiefe Zone immer an der gleichen Stelle. Die Wassertiefe muß mindestens 60 cm betragen wegen der Reihergefahr. Man kann auch einen sogenannten Futtertisch benutzen. Auch ein Futterautomat ist sinnvoll. Hier ist besonders ein Pendelautomat geeignet, den die Fische bei "Hunger" betätigen. Und zu große Portionen senken die Verdaulichkeit, mehr Futter verkommt im Teich. In Hitzeperioden möglichst einen größeren Anteil in den frühen Stunden verfüttern.
 

 

Futtermenge

neben der Orientierung nach dem Fischgewicht findet auch eine Orientierung nach Monaten mitunter statt : Hier werden in der Regel gefüttert Mai 15 % Juni 25 %, Juli 35 % August 15 % , September 10 %.  Dabei hängt die Futtermenge natürlich auch von der Futterzusammensetzung ab. Vorallem der Fett- und Eiweißanteil spielen eine große Rolle. Bei unserem Qualitätsfutter empfehlen wir 0,5 - 1 % des Körpergewichts. Eine ganz wesentliche Rolle spielt hierbei natürlich auch die Leistung des Filters. Dessen Kapazität darf keinesfalls überschritten werden, denn dann droht auf Grund der Ausscheidungen ( Ammonium, salpetrige Säure, Ammoniak , Nitrit etc. ) den Fischen eine ernste Gefahr. Schlecht realisierbar ist in einem gemischten Teich auch der Umstand, dass kleinere Fische wesentlich mehr Prozent vom Körpergewicht benötigen. Das wäre aber nur realisierbar, wenn man die Fische nach Alter getrennt hältert. siehe auch optimale Futtermenge
 

G

Geflügelmehl

Hier handelt es sich nicht um Fleisch, sondern Geflügelschlachtnebenprodukten , das ist alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel . Irreführend, denn kein Fleisch sondern Schlachtabfälle .
 

 Geflügelfleischmehl

hier handelt es sich tatsächlich um Fleisch , in der Regel nach dem Trocknen

Geflügelprotein

besteht aus einer Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten wiederum alles was sonst nicht verwertbar ist wie z.B.  Federn, Klauen, Schnäbel
 

Geflügelnebenprodukte

sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin  und Federn


 Gemüse

wenn nicht näher aufgeführt, können alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte sein. Hülsenfrüchte im Futter können zu Verdauungsproblemen führen. Wenn es sich um qualitativ hochwertige Sachen handelt ist der Hersteller in der Regel stolz auf das was drin ist und benennt es beim Namen. Nebulöse Begriffe deuten in der Regel auf Industrieabfälle hin .


 Geschmacksverstärker

 sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamell. 

Getreide

einfacher Anbau und unproblematische Verfügbarkeit, Nachteil unausgeglichenes Aminosäurenmuster vorallem wenig  essentielle Aminosäuren, wenig Lysin, geringe biologische Wertigkeit da die Speicherproteine des Endosperms ( Prolamine, Gluteline) dominieren, deren Anteil am Gesamtprotein der Getreidearten fast 70 - 90 % ausmacht. Lediglich in der Aleuronschicht und in dem Keimling befinden sich Albumine und Globuline und deren Bereiche sind lysinreicher. Daher haben Mühlenennachprodukte und Keimlinge die bessere biologische Wertigkeit, viel Phosphor aber bis zu 75 % sind organisch gebunden -> Phytat-Phosphor

GI oder Glykämischer Index

auf ihm beruhen die Begriffe gute und schlechte Kohlenhydrate. Der Begriff ist jedoch Unsinn und gilt als überholt. Entstanden ist er dadurch, daß man Patienten verschiedene Zuckerprodukte zugeführt hat und dann im Vergleich zu einer Referenzlösung ( zB. Glukose) die Reaktionen des Körpers gemessen hat. Mittlerweile weiß man, daß diese isolierten Laborbedingungen im Körper gar nicht so ablaufen.Es hat sich gezeigt, daß die Reaktion des Organismus auf die Zufuhr von Kohlenhydraten unterschiedlich ist und von mehreren Faktoren abhängt, so daß der Parameter sinnlos ist. Unter anderem spielen eine Rolle Konsistenz der Speise, begleitende Kohlenhydrate, Fette oder Proteine. Maillardprodukte ( Kruste) verändern das Verhalten komplett, die Anwesenheit von Alkohol, das Geschlecht, bei Frauen sogar eine Zyklusabhängigkeit zeigen wie absurd es ist mit diesem einen Parameter Aussagen treffen zu wollen.

Giftpflanzen

oft wird vorallem in Teichnähe übersehen, daß manche Pflanzen oder Pflanzenteile giftig sind. Aber auch die Herstellung ist schon "verseucht" z.B. Daturateile im Soja. Am Teich kommen in Frage : Oleander, Wasserschierling, Sumpfschachtelhalm, Hahnenfuß, Wolfsmilch, Robinie, Lilienzwiebeln, Narzissenzwiebeln, Fingerhut, Nieswurz, Seidelbast, Kirschlorbeer, Eibe,

Grieben

ausgelassenes Fett aus Innereien z.B. aus Tierkörperbeseitigungsanlagen

 Guar 

Pflanzenfaserstoff, Verdickungs- und Mehlbehandlungsmittel, Guarkernmehl quillt im Magen stark auf und verringert dadurch das Hungergefühl , also ein sinnloser Füller.

 

H

Haferschälkleie

Hafer wissenschaftlich Avena sativa
Haferschälkleie ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Haferflocken.  Es ist ein Mischprodukt aus Haferspelzen, Haferflaum und Haferfuttermehl und  besteht überwiegend aus Teilen der Schale, Spelzen und Anteilen des Endosperms . Hat einen hohen Rohfasergehalt , teilweise bis zu 29 % !! Allerdings ist der Fettgehalt fast so hoch wie der des ganzen Hafers , hier vorallem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren . Diese neigen allerdings zur Oxidation, so daß die Lagerfähigkeit eingeschränkt ist. Ist der Wassergehalt zu hoch, führt dies zu Pilz- und Keimbesatz.

Hefe

reich an Vitaminen der B-Gruppe sowie an Protein( Hefezellwand)

 

Hersteller

wer sich stärker für die Herstellung und die Umtriebe der Hersteller interessiert, dem sei das Buch  "Katzen würden Mäuse kaufen " ans Herz gelegt. Der Autor schildert anhand von mitunter drastischen Beispielen wie es hinter den Kulissen der Futtermittelhersteller zugeht. Dabei fällt auf, daß ein Großteil der Futtermittelhersteller aus dem Bereich der Nahrungsmittelherstellung kommen. Macht ja auch Sinn, wird mancher denken, finanziell allemal. Denn wenn ich Enten tiefgroren verkaufe, muß ich sie rupfen, dabei fallen Federn an. Nun müßte ich aber die Federn als Industrieabfall verkaufen. Dabei entstünden aber Kosten, also kam ein findiger Mitarbeiter auf die Idee, warum machen wir aus dem Abfall nicht einen Futtermittelbestandteil : und hurra es wurde das Federmehl geboren. Problem der Abfallbeseitigung gelöst und dabei noch Geld verdient. Toll !! Weniger toll findet das wohl das Tier, das den "Schrott" in seinem Futter wiederfindet. Nur gehen Fische und Hühner so selten auf die Straße und protestieren, also Problem tatsächlich gelöst, und welches Frauchen oder Herrchen kenn schon die Aminosäuresequenz von Federmehl. Erschreckend und auffallend aus diesem Grund, daß viele Lebensmittelhersteller so einen Großteil der Abfälle unter die Menschen respektive Tiere bringt. Und wer keine Skrupel hat in Kirschmarmelade "umgearbeitete" billigere Cranberry unterzubringen, oder Pilzsuppe zu verkaufen in der gar keine Pilze sind, warum sollte er ausgerechnet bei Tierfutter sein Gewissen entdecken. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

Holunderblüten

Sie fördern die Schweisssekretion und behindern das Anheften des Heliobacters an die Magenschleimhaut . Extrem relevant , nur leider nicht für den Koi. Auch das Abschleimen der Bronchien wird gefördert . Ich selbst habe einen Holunderbaum am Teichufer und meine Koi spucken sowohl die Blüten als auch die Beeren aus, aber vielleicht sind sie von ihrem Futter Besseres gewöhnt.

Hüpferlinge

oder Copepoden bewegen sich ruckartige, daher die Namensgebung. Sie vermehren sich ausschließlich geschlechtlich durch Eier.Für die Fischbrut stellen sie mitunter eine Gefahr dar, da sie diese verletzen können , was dann zu vermehrten Infektionen  und einer Verpilzung führen kann.

I

Immunsystem


ermöglicht es dem Organismus sich gegen feindliche Angriffe von Schädigern zu wehren.  Das sind in der Regel Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze. Es können aber auch künstliche Stoffe sein wie Silikone etc. . Das System besteht aus einem unspezifischen System : dazu gehören auch die Hautbarriere , der Säuremantel der Haut, der pH in Magen und Darm, die Peristaltik ( transportiert nach außen), Husten usw., sowie die unspezifische Zellabwehr, die im Wesentlichen aus dem sogenannten Komplementsystem -> siehe dort und den Freß - und Killerzellen besteht. Wo ist nun der Zusammenhang mit dem Futter ? Die gute Funktion des Immunsystems hängt nicht zuletzt davon ab, ob mit dem Futter alle für die einwandfreie Funktion des Immunsystems notwendigen Stoffe zugeführt werden. So hat zB. Zink einen erheblichen Einfluß auf die Funktion der Granulozyten. Gleichzeitig kann man versuchen dem Futter sogenannte Immunstimulantien beizufügen, die das unspezifische Immunsystem aktivieren.

Immunsystem spezifisches

Hier handelt es sich um ein System das zu dem Antigen ( Bakterium, Viren etc. ) einen spezifischen Antikörper produziert und das Antigen damit kampfunfähig macht. Das kennt jeder von uns als Impfung. Dieses System braucht normalerweise 4 - 7 Tage um die passenden Antikörper zu produzieren. Das ist natürlich bei speziellen Erregern ein bedrohlich langer Zeitraum. Also impft man mit Teilen des unschädlich gemachten Virus und erreicht damit, daß eine Immunreaktion ausgelöst wird. In diesem Zusammenhang bilden sich sog. Gedächtniszellen, die im Falle einer Infektion sich quasi noch an den Impfangriff erinnern und in der Lage sind binnen Stunden gegen den Angreifer Antikörper zu bilden und ihn unschädlich zu machen, bevor er überhaupt richtig angreifen kann. Dieses System ist mit Futter nur insoweit zu unterstützen, als das Futter alle notwendigen Bestandteile dem Organismus zur Verfügung stellen muß, damit dieser reibungslos funktionieren kann

Immunsystem  angeborenes


hierunter versteht man das zelluläre Immunsystem, das der Organismus schon von Geburt an in sich trägt. Im Wesentlichen handelt es sich um das unspezifische Immunsystem. Man beachte, daß aus Sicht des Organismus ein Bakterium im Darm sich immer noch außerhalb des Organismus befindet.

Immunstimulantien

ein schwieriges Gebiet, fast schon eine Glaubenssache. Die Idee die dahintersteckt ist die gleiche wie z.B. bei der Impfung : Man konfrontiert das Immunsystem mit fremdem Eiweiß , damit das System darauf reagiert und dann durch die "Gedächtniszellen " des Immunsystems auf spätere Angriffe von entsprechenden Bakterien gewappnet ist, und nicht erst kostbare Zeit damit verliert den "Feind" zu analysieren und eine "Gegenwehr " zu entwickeln. Soweit die Theorie. Daraus folgt eigentlich für die Praxis, daß ich das Immunsystem mit Eiweißteilen von potentiellen Schadbakterien konfrontieren müßte. Das ist aber nicht so einfach, wie man bei KHV sieht. Aber es wäre das Verkaufsargument. Also kramt man aus der "Menschenschublade" alles raus, was da angeblich hilft. Das hat nur zwei Probleme : Was dem Menschen hilft, kann dem Fisch komplett egal sein, und ein Teil der Wirkung am Menschen beruht auf dem sogenannten Placeboeffekt. Doch dem Fisch ist ein Placeboeffekt wurscht. Trotzdem kippt man alles rein von Knoblauch über Aloe Vera bis Echinacea. Das Problem es gibt keine Studien , die die Wirkung belegen, denn Studien sind in der Regel aufwendig und teuer, im Gegensatz zu ein paar neuen Tossai. Es gibt also nur wenig Studien die in irgendeiner Form eine Reaktion des Immunsystems nachweisen. Im wesentlichen sind das 1.4-1.6 Betaglucan, verschiedene weitere Sbstanzen aus der Hefezellwand und natürlich stärkt eine ausgewogene Nahrung mit Vitaminen, Spurenelementen etc. das Immunsystem. Ein ordentliches Biotop mit stimmigem pH, hohem Sauerstoff, stabilen Wasserwerten trägt ebenso dazu bei.

Ingwer

Ingwer wirkt gegen Erbrechen , Übelkeit, vor allem Schwangerschaftserbrechen . Ferner wird ihm eine positive Wirkung bei Arthrosen zugeschrieben. Auch das zeigt bereits wie weit das Einsatzgebiet von den Bedürfnissen eines Koi entfernt ist. Auch mit der angeblichen Wirkung auf die Blutgerinnung dürfte ein Koi wenig anfangen können. Alle Wirkungen beim Menschen sind medizinisch nicht belegt. Aber geben Sie Ihrem Koi Ingwer, Meisterkoch Schubeck wird Sie dafür loben. Hat nach unserer Auffassung nix im Futter verloren.
 

Inulin

unverdaulich, als Nährstoff viel Stoff( Balast) und sehr wenig Nährwert , Füllstoff ohne Sinn

 

J

Jod

meist als Calciumjodat, Kaliumjodid, Natriumjodid. Höchstmenge bei Fischen 20 mg/kg sollte nicht überschritten werden.

K

Kamille

Sie wird angewendet bei Hautleiden, Verdauungsstörungen, Schnupfen und Entzündungen oder Reizungen der Atemwege  eingesetzt. In den Kamillenblüten enthalten ist das Kamillen-Öl, das mit bis zu 45 Prozent sehr reich an  β-trans-Farnesen ist. Zusätlich sind Flavonoide, Cumarine , Polyacetylene und Phenolcarbonsäuren . Lassen wir die äußerlichen Anwendungen außer Acht, oder wollen Sie ihn dauernd rausfangen ?? Bleiben nur die Rollkuren , die wohl jeder kennt . Blöd nur, dass der Koi keinen Magen hat.

Karpfenfutter

dies ist in der Regel für einen Koi nicht geeignet, da Karpfenmastfutter immer ein Ergänzungsfutter darstellt, das sich aber daran orientiert, daß im Karpfenteich ein Großteil an Naturnahrung vorhanden ist, so daß nur zugefüttert wird. Im Koiteich gibt es so gut wie keine Naturnahrung - außer sie legen Pferdemist an den Rändern aus, oder schmeißen den Grasschnitt rein - so daß ein Futter  im Koiteich immer ein Alleinfutter und nie ein Ergänzungsfutter sein kann.
 

Kohlenhydrate

eigentlich entstand der Begriff aus einem Irrtum heraus, weil man glaubte diese Stoffklasse bestehe aus den Molekülen Kohlenstoff und Wasser. Das trifft bei Glucose noch zu -> C6H12O6 jedoch bei weitem nich mehr bei komplexeren Zuckern. Die Gruppe umfaßt bekanntermaßen aus Einfachzucker, Zweifachzucker, Mehrfachzucker etc. und reicht damit von dem Fruchtzucker bis zum Chitin. Es eines unserer Nahrungsbestandteile die einen wichtigen Beitrag zur Energiegewinnung beiträgt. Die Stoffgruppe ermöglich es dem Organismus auf schnelle Art und Weise ATP herzustellen, was bekanntlich in unserem Körper der "Energiespeicher" ist.. Das Vorkommen ist überwiegend in Getreidearten sowie in deren weiterverarbeiteten Produkten wie Nudeln, Brot etc.. Da der gößte Glucosenutzer das Hirn ist, kann der Organismus allerdings auch unter Energieaufwand aus Protein Glucose erzeugen, so daß auf alle Fälle auch bei einem Mangel an Kohlenhydraten die wichtigen Hirnfunktionen möglichst lang aufrecht erhalten werden. Obwohl der Koi ein relativ guter Kohlenhydrateverwerter ist, sind ein Teil der Verbinungen auch für ihn unverdaulich z.B. Chitin. Der Kohlenhydratanteil im Futter sollte im Idealfall nich zu hoch sein und sollte höchstens so um die 35 % ausmachen. Ein zu hoher Kohlenhydratanteil führt schnell zur Verfettung nicht nur des Fisches , sondern auch dessen Oragane -> Leber etc..

Konservierungsstoffe

es sind dies im wesentlichen Ameisensäure, Zitronensäure, Kupferverbindungen, Propionsäure, Apfelsäure, Essigsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Benzoesäure, Sorbinsäure, Weinsäure, Methylpropionsäure, Tartrate, Formaldehyd. Konservierungsstoffe schädigen mitunter die Darmschleimhaut und belasten den Stoffwechsel Sie sollten wenn irgendwiemöglich weggelassen werden. siehe auch unter den entsprechenden Buchstaben .

 

Koriander

Auch wieder ein Mittel gegen Blähungen , Würmer , Rheuma und Gelenkschmerzen . Leider auch nicht so der Grund , es für einen Koi in sein Futter zu stopfen.

Kleber

Schicht in der Getreideaußenhülle, eiweißhaltig, Rückstand aus der Getreideverarbeitung

Kleie

Randschicht des Getreidekorns, fällt bei der Verarbeitung als Rückstand an

Knochenmehl

nomen est omen : einfach Knochen gemahlen, enthält außer Mineralien wenig Brauchbares

Kohlendioxid

CO2 geht in Wasser leicht in Lösung. Da in der Luft nur 0,03 % enthalten sind, stammt der Großteil aus den Atmungsvorgängen der Fische und Pflanzen. Die Luft trägt bei bei 20 % Wassertemperatur gerade mal 0,5 % an freier Kohlensäure (H2CO3 -> H2O+CO2 ) bei.  Ein Teich bezieht seinen CO2 Anteil damit vorallem aus absterbenden Pflanzen, Fischatmung.  Zu hohe Konzentrationen können zu einer pH Änderung im Blut führen ( mehr wie 12 mg/l)  , was zu Nierensteinen führen kann. Herrrscht im Teich ein O2 Mangel, entsteht bei den Fischen durch schnelle Atmung eine Hyperventilations Alkalose.  Ist CO2 zu hoch, ist für den Fisch die CO2 Abatmung erschwert und es entsteht eine respiratorische Acidose, die Fische atmen schwer. Beides schädigt auf Dauer die Fischgesundheit.

 

L

Lavendelblüten

Sehr gut geeignet für die Haut , Duftlampen oder Varporisierer . Daneben beruhigt es die Psyche , reduziert Entzündungen im HNO Bereich , eignet sich zur Narbenbehandlung , Haut- und Haarpflege zur Insektenabwehr und als Parfum . Wenn Sie hier was für Ihren Fisch entdecken , nur zu , sonst ist es eher sinnlos.
 

Lecithin

Emulgator, oft aus Soja gewonnen oder synthetisch hergestellt

Löwenzahn

Auch hier - wie bei vielen Korbblütlern - sollen die Bitterstoffe gesundheitliche Wirkung erzielen. Es handelt sich um Tetrahydroridentin B und Taraxacolid-β-D-glucosid ,Taraxosid, und Triterpene . Er ist ferner reich an Kalium und Inulin. Medizinisch wird ein schützender Einfluß auf die Leber vermutet. Ferner wird eine hemmende Wirkung auf Prostata- und Brustkrebszellen vermutet. Ebenso eine positive Wirkung auf Leber- und Pankreastumore , möglicherweise auch auf Leukämie.Im Tierversuch zeigte sich eine leistungssteigernde und erschöpfungswidrige Wirkung nach der Gabe eines Löwenzahnextraktes, wobei ein verzögertes Absinken der Blutglukosewerte bei gleichzeitigem verzögertem Anstieg der Triglyzerid- und Laktatwerte auffiel.
Die Wirkungen sind medizinisch nicht belegt, im Übrigen haben die Koi relativ wenig Brust- und Prostatakrebs.
Bleibt im Prinzip nachgewiesen nur Löwenzahn als Inulin- und Kaliumquelle. Zum Futter beigefügt führt er zu einer Braunfärbung des Wassers.

 

Luzernemehl

getrocknete Luzerne auch als Trockengrünmehl bezeichnet. Die Luzerne ist in manchen Gebieten der Erde eine sehr wichtige Futterpflanze. Gedeiht vorallem in warmen Ländern gut. Liefert sehr hohe Proteinerträge bezogen auf die Anbaufläche. Teilweise wird es direkt verfüttert oder direkt zur Herstellung von Luzernemehl angebaut. Der Proteingehalt hängt allerdings stark von den Anbau- und Erntebedingungen ab. Verwendung als Protein-, Faserstoff-, Flavonoide-lieferant. Hinzu kommt ein hoher Mineralstoff-, vor allem Kalzium . Nachteilig sind die  Saponine: diese können sich  leistungsmindernd auswirken.

M

Mais

Der Mais ansich besteht zu 72 % aus Wasser sowie Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate ( Glukose, Fructose, Saccharose) Ferner Pro-vitamin A, Vitamin B, C sowie Vitamin E und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor, Zink. An essentiellen Aminosäuren hat er Leucin, Valin, Phenylalanin, Isoleucin, Threonin.Hinzu kommt ein hoher Anteil an Ballaststoffen, die unverdaulich sind. Im einzelnen : 100 g ohne den Wasseranteil  enthalten Eiweiß    8,5 g Fett    3,8 g , Kohlenhydrate    64,2 g , Ballaststoffe    9,7 g , Natrium    6 mg , Kalium 295 mg , Magnesium 90 mg , Calcium 8 mg , Mangan    415 µg,  Eisen 1,5 mg,  Kupfer 240 µg ,  Zink 1,7 mg  , Phosphor 215 mg , Selen 4–16 µg , Vitamin A 185 µg , Thiamin (Vit. B1) 360 µg , Riboflavin (Vit. B2)    200 µg , Nicotinsäure (Vit. B3)    1500 µg  ,Pantothensäure (Vit. B5) 650 µg , Vitamin B6    400 µg ,  Folsäure 25 µg , Vitamin E 2000 µg  , Arginin    420 mg , Histidin  260 mg  , Isoleucin 430 mg , Leucin 1220 mg , Lysin 290 mg  , Methionin  190 mg Phenylalanin  460 mg , Threonin  390 mg , Tryptophan 70 mg , Tyrosin 380 mg , Valin 510 mg.
Er ist also sehr eiweißarm und dafür sehr stärkereich. Er kann im Futter daher quasi nur als Kohlenhydratlieferant angesehen werden. (8,6% Rohprotein, 70 % Kohlenhydrate ). Die Eiweißqualität noch dazu nicht besonders hoch. Dabei ist die Maisstärke  sehr stark vernetzt und somit nicht für jeden Tierorganismus aufbereitbar.
Hier ist eine entsprechende Vorbehandlung Pflicht. Er steht zudem im Verdacht Allergieen auszulösen. Möglicherweise spielt es hier eine Rolle, daß er sehr leicht von Schimmelpilzen befallen wird und hier die Toxine bei der Auslösung von Allergien eine Rolle spielen. Zearaleone wirken nerven-, blutbildungs- , haut- und fruchtbarkeitsschädigend.
Die Hauptnachteile sind : Mais ist arm an Tryptophan und das enthaltene Niacin ist schlecht verfügbar ist, was bei Menschen , die sich hauptsächlich von Mais ernähren  zu der Mangelerscheinung Pellagra führt. Dabei ist Tryptophan als Vorstufe von Serotonin und Tyrosin als Vorstufe von Noradrenalin und Dopamin für den Organismus sehr wichtig und in Mais in nur unzureichender Menge enthalten.
Man versucht auch dies mit verschiedenen Genmanipulationen zu beheben, allerdings ist deren Langzeitwirkung noch nicht absehbar und daher ist Vorsicht geboten. (Beschuß mit Goldpartikeln )Das größte Problem ist aber, daß in der Futtermittelindustrie große Teile der Pflanze als sog. Maiskolbenschrot bzw. Lieschkolbenschrot verwertet werden, so daß auch die Teile , die bevorzugt vom Pilz befallen werden sich im Futter befinden. Gleichzeitig wird der Mais vor allem genmanipuliert um die Erträge zu erhöhen. Dafür wird er gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht, mit der Folge , daß hier dann massive Rückstände von Pestiziden feststellbar sind. Zum Teil handelt es sich um Stoffe, die in der EU verboten sind, die als Rückstände im Mais auf diesem Umweg zurückkommen. Das ist übrigens auch einer der Problempunkte in den Verhandlungen über die wirtschaftliche Kooperation zwischen der USA und der EU, die auf keine Fälle ihre höheren Standards gegenüber der USA aufgeben will.
Professionelle  Karpfenzüchter meiden Mais, weil sie immer feststellen konnten, dass dadurch eine schlechte Fleischqualität entsteht. Das Fleisch hat eine unangenehme , weiche Konsistenz und eine gelbliche Farbe.
Auf Grund dieser Problematik halten wir Mais für ein weniger gut geeignetes Futtermittel, noch dazu, nachdem für den Kohlenhydratanteil bessere Alternativen zur Verfügung stehen. Enthält viel ölartige Fette und führt im Fischkörper dazu, daß überdurchschnittlich viel Fett abgelagert wird und das Fleisch dann eine unangenehme weiße Konsistenz und gelbliche Farbe erhält.
 
Maisgluten

Abfall aus der Stärkegewinnung, enthält zwar viel Protein, das aber nicht sonderlich gut verwertbar ist ;belastet Nieren und Leber

Maisschrot

Kohlenhydrate: 64,6 g  77,4% , Fett 4,0 g  10,8% , Eiweiss 9,0 g  10,8% , Ballaststoffe 9,2 g 
sehr leicht, sehr voluminös Maisschrot sind vorher mit heißer Luft getrocknete, gemahlene oder kleingehäckselte Maiskolben ohne Korn, die dann in "Schrot"form
 (also kleine Kügelchen) gepresst wurden, wird in der Landwirtschaft,  wo es als Restprodukt der Maisverarbeitung anfällt, Maisspindelgranulat genannt.
 Die aus Maisschrot bestehende Trägersubstanz quillt im Darm zu einem dickflüssigen Brei auf , was Durchfallgeschehen mitunter hilfreich ist. Der Nährwert ist im Wesentlichen gering, er dient vielmehr der Kohlenhydratzufuhr.

Maiskleber

Ensteht bei der Stärkegewinnung aus Mais, in dem neben dem Maisprotein noch Schalenteile und ev. Rückstände aus der Maiskeimölgewinnung enthalten sind. Auf Grund der Schalenanteile - maßgeblich für den Anteil der Rohfaser - für den Fisch sehr schwer verdaulich, und eher für Wiederkäuer geeignet. Die Proteinqualität zeigt eine geringe Abbaubarkeit . Auch das Aminosäurenmuster ist nicht ideal: wenig Lysin und Tryptophan. Der Rohaschegehalt ist deutlich zu hoch, vorallem ein sehr hoher Phosphatanteil.Maiskleber von Gelbmais enthält Carotinoide. Qualitätsprobleme gibt es vorallem bei hohen Schalenanteilen und Mykotoxinen.

Majoran

Wieder so ein Allheilmittel : es reguliert den Hormonhaushalt, hat entzündungshemmende Wirkung ( wenn man es als Öl auf die Haut aufträgt oder das Öl inhaliert ( beides typische Koianwendungen) ist eine Wohltat für den Magen (schade , der Koi hat keinen) usw. . Die Heilwirkung ist vielseitig. So wirkt sie bei innerlicher Anwendung verdauungsfördernd, beruhigend, belebend und krampflösend. Bei äußerlicher Anwendung wirkt er pilzhemmend, keimtötend, entzündungshemmend nervenstärkend, entkrampfend und antibakteriell. Na dann den Koi mit dem Öl schön einschmieren und 1 Stunde einwirken lassen ..
Ist im Futter schlicht und einfach unsinnig, außer Ihr Koi liebt Kartroffelsuppe ..

Mariendistel


Der wesentliche Wirkstoffkomplex Silymarin soll leberschützend , entgiftend sein. Angeregt wird ferner der Gallenfluss .Der Wirkstoff wird aus den Früchten der Distel gewonnen . Angeblich werden die Hepatozyten so verändert , dass sie gegen alles Mögliche geschützt sind. Zusätzlich soll es als Radikalfänger wirken.
Es soll unter bestimmte zelluläre RNS die Regeneration der Leber fördern.
Weitere Inhaltsstoffe sind: Bitterstoffe, Gerbstoff, Farbstoffe, ätherische Öle.
Anwendungen  beim Menschen: Gallenbeschwerden, Dyspepsie, Migräne, Trigeminusneuralgie, Krampfadern . Diese Wirkungen sind beim Menschen schon nicht nachgewiesen, bei Koi aber noch unwahrscheinlicher, da die inneren Organe entweder fehlen ( Magen) oder in der Form gar nicht funktionieren ( Galle ). In der Regel kann ein Koi nur Sachen sinnvoll verwerten, die in seinem Lebensraum vorkommen und an die er sich im Rahmen der Evulotion angepasst hat.
 
Melasse

Nebenprodukt der Zuckerherstellung , sehr viel Saccharose

Micronährstoffe

"Micronährstoffe" ist schlicht und einfach eine Größenbezeichnung. Nicht mehr und nicht weniger. Aber manche Firmen - welch Zufall die Nähe zum Actimelhersteller - schaffen es sogar mit einer entsprechenden Werbeabteilung die Größe als Vorteil hinzustellen. Nur bei jedem ist Vitamin C gleichgroß. Aber manche schweizer Firma macht einen Werbegag daraus, auf den offensichtlich einige reinfallen = Actimelsyndrom. Um überhaupt ein homogenes Futter zu erreichen, sollte alles auf 40 mü gemahlen werden, nur dann ist es gut mischbar. Das gilt für alle !!
Hier die Definition von Wikipedia zu Mikronährstoffen :
Mikronährstoffe sind im Gegensatz zu den Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß Stoffe, die der pflanzliche, tierische und menschliche Organismus aufnehmen muss, ohne dass sie Energie liefern. Zu den Mikronährstoffen zählen in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.[1][2] Mikronährstoffe sind essentiell für den Ablauf kataboler wie anaboler Reaktionen im Organismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mikron%C3%A4hrstoff_(Medizin)
Und kennt einer irgendein Futter, das keine Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält ????? Also haben alle Mikronährstoffe, nur manche müssen das nicht so laut rausposaunen um von anderen Defiziten abzulenken.

Mischfuttermittel

das sind Stoffe in Mischungen, die dazu bestimmt sind an Tiere verfüttert zu werden.

Mineralfuttermischungen

das sind Ergänzungsfuttermittel die nicht geeignet sind den ganzen Bedarf der jeweiligen Tiergruppe zu decken.

Muschelextrakt

oft als Calciumzusatz angepriesen, enthält den Kalk aus der Schale, sinnvoller Einsatz fragwürdig
 
N

N-freie Extraktionsstoffe

ein Teil der Trockensubstanz. Sie besteht im wesentlichen aus Zucker, Stärke, Glykogen, Inuli, Hemicellulosen, Pektine sowie lösliche Anteile von Cellulose, Pentosanen, Lihnin
Nahrungsaufnahme optimierte Voraussetzungen
Da wäre als erstes die Temperatur: ideal wären hier gut 25 %, da hier die für die Verdauung notwendigen Enzyme auf Hochtouren laufen und damit die Stoffwechselrate entsprechend hoch ist. Dann natürlich Sauerstoff. Enzyme verbrauchen im Rahmen des Stoffwechsels Sauerstoff. Hier gilt aber zu beachten, daß mit zunehmender Temperatur die Sauerstoffbindungsfähigkeit des Wassers abnimmt. Da diese zwei wichtigen Parameter gegnläufig sind, ist der Fisch bei niedrigen und sehr hohen Temperaturen nicht mehr in der Lage das Futter zu verwerten.

Naturnahrung

hierzu zählen beim Karpfen Zooplankton, Bodentiere und Pflanzenbewohner , siehe im einzelnen dort .

Natriumbisulfat

sehr umstrittenes Konservierungsmittel, gilt als gesundheitsschädlich

Natriumpropionat

Es handelt sich um Konservierungsmittel Futtermittelpellets. Auch wird es in der Landwirtschaft als Silierhilfe eingesetzt.Ebenso findet es in der Bäckerei Anwendung, bei Sachen die schnell schimmeln. Die Meinungen sind geteilt : eigentlich ganz gut verträglich, es wurde aber von Schläfrigkeit , Erregung, Entzündung der Verdauungswege berichtet. Es ist sicher noch besser wie manche Chemiekeule. Allerdings ist die beste Vorsorge gegen Schimmel -> wenig Feuchtigkeit. Im Übrigen macht es wenig Sinn für Wasser im Futter zu zahlen. Wurde beim Milchviehfutter als Energieanreicherung eingesetzt, ist aber zu teuer pro Kilokalorie. Ferner mitunter bei Legehennen als chloridfreie Na-Quelle.
Das geruchslose Pulver ist weiß. Es reizt beim Einatmen Schleimhäute und Lunge.
 
Nitrat

Es entsteht durch den weiteren Umbau des Nitrits zum Nitrat. Nitrat ist relativ ungiftig und dient den Pflanzen als Dünger. Nitrat im Trinkwasser sollte 50 mg/l nicht übersteigen im Teich nicht 200 mg/l.  Es wurden aber auch Situationen beschrieben in denen Karpfen  5000 mg/l gefahrlos überlebten. Allerdings braucht dieser chemische Vorgang ( Anlagerung von O bzw. O2 ) sehr viel Sauerstoff, so daß er unter schlechten Umständen die Sauerstoffversorgung der Fische gefährden kann, bzw. die anaerobe Denitrifikation fördert: Nitrat wird wieder zu Nitrit, Nitrit zu Ammonium wird begünstigt.

Nitrit

Die Fische scheiden bei der Eiweißverdauung Ammonium als Stoffwechselendprodukt aus. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, daß beim Futter das jeweilige Aminosäurenprofil auf die Fischart abgestimmt ist, denn dann werden maximal 10% als verschiedene Stoffwechselprodukte , wie auch Ammonium, ausgeschieden. Ist das Aminosäurenprofil falsch, wird Eiweiß statt zum Aufbau der Körpermasse als Energie verbrannt. Hierbei fällt logischerweise enorm mehr Ammonium an. Ammonium wird nun im ersten Schritt von den Mikroorganismen in Nitrit umgewandelt. Dieses Nitrit ist - ähnlich wie Ammonium - eigentlich der weniger gefährliche Stoff, wesentlich gefährlicher ist die salpetrige Säure. Sie entsteht  aus Nitrit in Abhängigkeit von pH, Temperatur, Wasserhärte und Salzgehalt. Vorallem der pH spielt hier eine entscheidende Rolle : je höher der pH, desto geringer der Anteil an HNO2. Bei pH 6 sind es 0,24 %, bei pH 7 nur noch 0,02 %, bei 7,5 nur 0,01 % und bei 8 nur 0,002 % HNO2. Der geläufige Grenzwert für Nitrit von 1 mg/l entspricht dann 0,0002 mg/l salpetrige Säure. Der Sicherheitsgrenzwert der salpetrigen Säure liegt bei Karpfen bei 0,004 mg/l. Die salpetrige Säure verändert das Hämoglobin der roten Blutkörperchen zu Methämoglobin, die Sauerstoffbindung des Blutes läßt nach, was zu schweren Schäden im Bereich der Leber und Blutzellen sowie weiterer innerer Organe führen kann. Die Kiemen sind dann violett oder rostbraun verfärbt.

No Go

hier fassen wir zusammen , was unserer Ansicht nach gar nichts im Futter zu suchen hat :
  -minderwertiges Eiweiß wie aus ominösen Nebenprodukten, Federmehl, pflanzliche Eiweißextrakte, Grieben etc.
  -"infektiöses " Eiweiß  d.h. Eiweiß aus Quellen, bei denen Infektionen nicht ausgeschlossen werden können wie Blutmehl etc.
  -Frittierfett
  -Karamel  ist nichts weiter als "verbrannter" Zucker mit dem Risiko , daß sich krebserregende Verbindungen gebildet haben
  -Fleisch-, Fischnebenerzeugnisse das ist in der Regel nicht nur Abfall, sondern hier kommt es zu der Problematik, daß bestimmte Innereien Hormone und Schadstoffe enthalten
  -Zuckerrübenschnitzel - billiger Füllstoff
  - Soja - kann zu Allergien führen und ist oft gentechnisch manipuliert
  -Vitamin K3, auch als Menadion bekannt - für Menschen weder in Nahrungsmitteln noch in Medikamenten zugelassen und es hat diverse Nebenwirkungen
  - Grieben (Schweinefett oder gemahlene Rinderhaut? = minderwertige    Eiweißquelle)
 - hoher Anteil an Gluten (pflanzliche Proteine)
 - chem. Konservierungsstoffe/ chem. Antioxidantien (Ethoxyquin, BHA, BHT,  Propylgallate)
 - künstliche Farbstoffe
 - pflanzliche Eiweißextrakte (schlecht/ gar nicht verwertbar, steigert nur die  Eiweiß-Prozente auf der  Verpackung)
 - Stärke, Zellulose, Trockenschnitzel (verursacht Verdauungsprobleme, auch stinkenden  Kot/ Durchfall)
 - Digest (chem. vorverdaute Extrakte)
 - auch bei Knoblauch gibt es keine genauen Grenzwerte, auch weiss man nicht, ab welcher Dosis Knoblauch giftig wirkt.                                                                                               -  Mais  Begründung siehe unter Mais                                                         
 
O

Öle                                                                                                                                                   

Öl im Futter , einfach nur Fett ??
Meistens geht die Diskussion um Eiweiß, Aminosäuren usw., dabei wird die Wichtigkeit der Öle mehr wie unterschätzt. Öl ist nicht nur einfach ein Fett zur Energiegewinnung. Auch hier gibt es sogenannte essentielle Fettsäuren. Mittlerweile sind diese durch Werbung an sich jedem hinreichend bekannt : die sogenannten Omega Fettsäuren.
Essenstiell heißt grundsätzlich, der Organismus kann sie nicht aus anderen Bausteinen selbst herstellen, er ist also auf die ausreichende Zufuhr von außen angewiesen.
Was ist nun das Besondere an dieser Art von Fett ? Es handelt sich um sogenannte ungesättigte Fettsäuren. Darin aber liegt das Problem. Denn wie der Name schon vermuten läßt, trachten die nach einer Sättigung. Sie sind also chemisch sehr reaktionsfreudig. Damit sind sie aber sehr empfindlich auf ruppige Behandlung sei es durch zu hohe Hitze ,permanenten Sauerstoffkontakt oder UV Licht. Alle drei Faktoren führen zur Zersetzung. Deshalb auch immer der Hinweis Futter kühl,trocken und dunkel zu lagern.
Wenn man aber weiß wie Futter produziert wird , ergeben sich da schon die ersten Probleme.
Normalerweise werden alle Zutaten inclusive Öle vermischt und dann durch einen Extruder gejagt. Hierbei können bis zu 130 Grad Hitze entstehen, was das Ende einer ungesättigten Fettsäure bedeutet. Sie wird zwar nicht schlecht, aber sie reagiert und wird zu der gesättigten Fettsäure. Damit ist der eigentlich so wichtige biologische Nutzen verpufft, man hätte dann eigentlich gleich eine billigere gesättigte Fettsäure nehmen können. Gleiches gilt für den anschließenden Transport nach dem Extruder durch eine Art Trockenschrank. Auch hier herrschen 100 Grad aufwärts. Was also der Extruder nicht geschafft hat wird mit Sicherheit dann hier vollendet. Der Vorteil ist allerdings, dass das Öl "eingebrannt" wird und das Futter damit auf dem Wasser keinen Fettfilm erzeugt. Wer schon länger dabei ist , kann sich vielleicht an das Koi Best´s Futter erinnern, bei dem dieser Fettfilm stark ausgeprägt war. Hier wurde damals als einer der Ersten das Problem erkannt und offensichtlich das übliche Vorgehen vermieden .
Bei ganz empfindlichen Ölen , diese kennt man aus der Küche auf denen dann ausdrücklich steht, dass  sie nur für Salate geeignet sind , wird sogar mitunter bei diesen Temperaturen der Rauchpunkt erreicht, ein sicheres Zeichen dafür, dass das Öl ruiniert wurde.
Die zweite Hürde ist der Sauerstoff. Öle neigen dazu mit diesem zu reagieren, das heißt sie werden ranzig. Dies umgehen manche Hersteller , in dem sie nur sehr wenig Öl verwenden, mitunter Futter mit 5 % Fett. Rechnet man das Fett der anderen Zutaten wie Fischmehl,Soja usw.  raus, erkennt man, dass kaum Öle zur Verwendung kommen. Neben der Möglichkeit das Öl stark zu reduzieren, gibt es natürlich auch die Möglichkeit ihm Konservierungsstoffe hinzu zu fügen. Bekannt dürfte Allen das BHT sein. BHT ist massive künstliche Chemie, billig aber unbestritten effektiv. Es unterbindet für eine geraume Zeit das Ranzigwerden. Da im Tierversuch Tumore aufgetreten sind, ist man allerdings vorsichtiger geworden und distanziert sich immer mehr von diesem Stoff.
Was dann ?? Man kann ein Öl aussuchen mit einer hohen Tocopherol-Zahl. Das heißt, das Öl ist von sich aus durch eigene Stoffe schon zumindest über eine bestimmte Zeit stabil. Nun sind aber die besonders wichtigen Stoffe die Omega3 - und die Omega6- Fettsäure. Und beide sollten aber in einem 1:1 Verhältnis für den Karpfen vorhanden sein. Nur Öle , die das erfüllen sind erfahrungsgemäß sehr empfindlich. Jeder der zB. Leinöl zuhause hat, kennt die stark eingeschränkte Möglichkeit es länger zu lagern.
Man versucht also solchen Ölen dann das zuzusetzen, was andere Öle stabiler macht . Das sind im wesentlichen Toccotrienole bzw. Tocopherol. Hierbei handelt es sich um verschiedene Varianten des Vitamin E. Ein weiteres Mittel , das gern zur Verwendung kommt , ist Rosmarinextrakt.
Das hat nur den großen Nachteil, dass beide relativ teuer sind. Ein knapper Liter Toccotrienole schlägt schnell mit über 1000.--€ zu Buche, je nach Qualität.Für BHT reichen dagegen nur Centbeträge, um den gleichen Effekt zu erreichen.
Nun könnte man sagen : Ist doch wurscht, dann nehmen wir einfach ein ewig stabiles Öl mit gesättigten Fettsäuren, und schon haben wir kaum Probleme.
Das ist wiederum der Knackpunkt, denn die ungesättigten essentiellen Fettsäuren benötigt der Organismus zur Herstellung von Hormonen . Nun könnte man einwenden, mein Koi braucht weder Busen noch Bart.
Das Problem aber ist, eines dieser Hormone ist das Wachstumshormon .
Und spätestens hier wird klar , wie wichtig die Rolle der essentiellen Fettsäuren ist, und wie wenig diesem Umstand Beachtung geschenkt wird. Es ist also nicht nur ein Fett, das zur Energiegewinnung locker mit billigen Kohlenhydraten ersetzt werden kann, sondern es ist ein essentieller Bestandteil im Stoffwechsel des Koi.
Aber auch im Stoffwechsel des Leser !!! also nicht vergessen. Notfalls sollten Sie mit Ihrem Koi eine gemeinsame  Knabberstunde einlegen, vorausgesetzt Ihr Futter hat ein qualitativ hochwertigen Ölanteil.
Wer Informationen hierzu noch vertiefen will , kann sich nicht nur hier einlesen, sondern er findet auch Interessantes in der Datenbank der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel  SoFa.
Auf die Kennwerte eines Öls werde ich in einem gesonderten Punkt eingehen.

Omega-3-Fettsäuren

essentielle Fettsäuren, sollten aber im Verhältnis zu Omega-6- und Omega-9- fettsäuren gesehen werden, wichtig das Verhältnis untereinander muß artenspezifisch stimmen, ein Überschuß an Omega-3-säuren fördern ansonsten eher Entzündungen

optimale Futtermenge

Wie stelle ich für meinen Teich die optimale Futtermenge fest ?
Natürlich kann eine pauschale Empfehlung von x % immmer nur ein Richtwert sein, der allerdings genau für meinen Teich nicht passen muß. Logischerweise berücksichtigt diese Empfehlung nicht meine exakten Wasserverhältnisse  wie Ausgangswerte des Leitungs- oder Brunnenwassers, die Art der Filterung, Sauerstoffsättigung , Filterkapazität  usw. Das sind aber alles Faktoren, die im Rahmen der Fütterung eine Rolle spielen .
Wir haben zB. während der Fütterung einen Sauerstoffabfall bis zu 10 % gemessen.
Wie gehe ich nun sinnvoll vor ?
Als erstes brauche ich am Teich stabile Verhältnisse. Nichts ist wichtiger für den Koi als diese Stabilität seiner Lebensumgebung. Sauerstoff - oder Temperaturschwankungen besispielsweise stellen einen erheblichen Streßfaktor für den Fisch dar. So ist es immer besser konstant mit einer mittleren Sauerstoffsättigung als einmal 130 % und dann wieder nur 70 % zu erreichen. Versuchen Sie also in Ihrem Teich möglichst konstante Verhältnisse zu schaffen. Das gilt für Temperatur, Sauerstoff, Wasserhärte, pH usw. . Vorausgesetzt Sie haben halbwegs stabile Verhältnisse gehen Sie folgendermaßen vor : Messen Sie Ihre aktuellen Wasserwerte. Dann lassen Sie Ihre Fische ein paar Tage hungern.
In der Regel reichen 1 - 2 Tage. Meßen Sie dann erneut Ihre Wasserwerte vorallem Ammonium, Nitrit. Sobald diese Werte nahe Null sind können Sie loslegen. Noch eine Bemerkung zu den oft gemessenen Wert 0. Diesen gibt es nicht, wenn in Ihrem Teich noch irgendwelche Reaktion ablaufen und nicht alles tot ist. Nitrit 0 sollte Sie darüber nachdenken lassen, ob Ihre Meßmethode adäquat ist. Sie fangen nun an mit 0,1 % des Fischgewichts zu füttern und messen täglich Ihre Wasserwerte. Sobald diese wieder konstant sind - erfahrungsgemäß nach 1 - 2 Tagen - erhöhen Sie auf 0,2 % . Klingt mühsam und langwierig, aber kein Problem Sie müssen es nur einmal durchführen und danach nur bei wesentlichen Änderungen wie neuem Futter oder neuem Filter. Sie legen nun für Ihren Teich den Nitritwert fest, den Sie nicht überschreiten wollen. Der ist bekanntermaßen vom pH,Temperatur, Härte und Salzgehalt abhängig. Dabei ist das Problem eigentlich weniger das Nitrit sondern die salpetrige Säure. Hier liegt der Grenzwert für Karpfen bei 0,004 mg/l. 1mg Nitrit / Liter entspricht grob gerechnet 0,0002 mg salpetriger Säure/l . Legen Sie Ihren Grenzwert nicht zu großzügig fest um im Ernstfall noch Spielraum zu haben. Nun steigern Sie wie zuvor beschrieben Ihre Futtermenge bis Sie den Ihren für Ihren Teich festgelegten Grenzwert erreicht - nicht überschritten !!! - haben. Dieser Wert stellt nun den Kennwert dessen dar was Ihr System gut verkraften kann. Das sollte Ihre maximale Futtermenge in Zukunft sein. Was nun aber wenn es sich um 1,5 % des Fischgewichts handelt, und auf der Packung aber maximal 1 % vermerkt ist ?? Dann reizen Sie Ihr System nicht voll aus und bleiben bei maximal 1 %. Auch diese Menge ist Jahreszeit abhängig. Also sind die 1 % nicht für den Januar gedacht, sondern mehr für den Hochsommer bei über 23 Grad Wassertemperatur.
Statt der an sich unzureichenden Empfehlung auf dem Futterbeutel kommen Sie so zu einer , für Ihr System optimalen Menge, was langfristig Ihren Fischen und Ihrem Geldbeutel zugute kommt.

organische Substanz

als Teil der Trockensubstanz des Futters besteht sie aus Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und N-freie Extraktstoffe

P

Palmöl

es handelt sich um eines der billigsten Öle. Eine Tonne kostet nur ungefähr 500.--€ Es ähnelt von seiner Zusammensetzung eher einem tierischen, als einem pflanzlichen Öl.
80 % sind gesättigte Fettsäuren, was das Öl zwar unempfindlicher macht, ernährungsphysiologisch aber eher bedenklich ist. Es gilt in der Ernährung als Dickmacher. Da es ansich farbig ist (Carotin) wird es in der Regel entfärbt, was zu Rückständen führen kann. Im Verdauungskreislauf bilden sich Anteile von Transfetten, die als wenig gesundheitsfördernd gelten. Die Nahrungsmittelindustrie stürzt sich förmlich auf dieses Öl obwohl es ernährungsphysiolgisch zu wenig ungesättigte Fettsäuren enthält.
Umweltschützer sind empört, weil wegen dessen Anbau permanent Urwälder gerodet werden.Für den Koi ist es auf Grund seiner Zusammensetzung weniger geeignet, da für diesen ein Verhältnis 1:1 von Linol : Linolensäure ideal wäre.
Pelletgröße empfohlen
bis einjährig 0,1 - 0,5 mm bei fast einjährigen auch bis 2 mm Pellets,  ein- bis zweijährige 1,5 - 2,5 mm, zwei- bis dreijährig 2,0 bis 4 mm, danach 5 bis maximal 7 mm. Bei falscher Pelletgröße kommt es zu Futterverlust durch häufiges Ausspucken.
 
Pentosane

Mehrfachzucker, unverdaulich, der verdauliche Anteil hat eher leistungsmindernde Eigenschaften durch Veränderung der Darmflora, klebrige, wasserreiche Exkremente
Pflanzenbewohner
hierzu zählen Nahrungsarten, die sich auf den Teichpflanzen befinden wie Schnecken, vorallem Schlammschnecken, Tellerschnecken etc.. Allerdings spielen die in der Nahrungsaufnahme eine eher untergeordnete Rolle.

pH (pondus Hydrogenii)

gibt an wieviel H+ Ionen im Wasser vorhanden sind. pH 7 ( Neutralpunkt) enthält 10-7 g freie H+ Ionen, bei pH 8 sind es 10-8 g H+ Ionen. Das zeigt, daß es sich hier um eine Änderung um den Faktor 10 !! handelt.Parallel dazu verhält sich der Anteil der im Wasser freien OH- Ionen. Der Koi versucht sich unter hohem Energieaufwand dagegen zu wehren, wodurch verständlich wird, daß die Fische bei hohem pH nur gering oder gar nicht wachsen. Die Fischgewässerrichtlinie der EU legt den pH für Fischgewässer zwischen 6 und 9 fest.Im Sommer ist durchaus ein pH von 10 möglich. siehe auch Eiweiß, Ammonium, Ammoniak, salpetrige Säure

Phosphor

ist nicht gleich Phosphor, denn so ist pflanzliches Phosphor schwer verwertbar, während Phosphor aus tierischem Gewebe besser nutzbar ist. Zuviel Phosphor belastet die Umwelt.

Pelletgröße

Immer wieder kommen Fragen zur Futtergröße, deshalb hier mal ein paar grundlegende Erläuterungen: 
Bei Chikara handelt es sich um ein Futterkonzept , das heißt nahezu allen Futtersorten liegen die gleichen Futterzutaten zugrunde. Eine Ausnahme bildet hier nur Premium. 
Warum ist das so ? Jede Futterumstellung ist für den Koi ein Streß und vor allem es dauert eine gewisse Zeit, bis der Fisch seine Bakterienbesiedelung im Darm entsprechend angepasst hat. Würde man nun kurzfristig eine andere Futtersorte füttern, wäre das für den Fisch nicht nur ein Streß,sondern die Zeit für die Darmanpassung wäre unter Umständen zu kurz, was zu einer schlechteren Futternutzung führt.  
Aus diesem Grund hat Chikara eine Art Grundmischung, die im Wesentlichen gleich ist. Diese wird nun modifiziert , das heißt Color zB. ist Basic plus mehr Farbpigmente, Immun ist Basic plus Immunstimulantien usw. . 
Was hat das mit der Größe zu tun ? 
Ganz einfach, wenn ich Zutaten habe wie Fischmehl, Getreide , Öl etc. so schwimmen diese Zutaten grundsätzlich. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten : Ich ändere das Rezept um Sinkfutter zu produzieren. Das vereinfacht die Sache wesentlich, Das ist aber auf Grund des Konzepts gerade nicht gewollt. 
Also bleibt mir nur die physikalische Lösung : Ich muß das Pellet mit mehr Futtermischung "vollpumpen" und es stärker zusammenpressen, um bei mehr Gewicht eine kleinere Oberfläche zu erreichen. Das muß ich solang durchtesten bis das Futter sinkt. Der Pressdruck erhöht aber auch die Temperatur, also sind auch hier Grenzen gesetzt um nicht 
eine Maillardreaktion zu erzeugen. Diese drohrt ab ca. 140 Grad und produziert das bekannte Acrylamid. Aus diesem Grund ist es vorallem bei kleinen Futtersorten sehr sehr schwierig ohne Änderung der Rezeptur aus einem ansich schwimmenden Futter ein Sinkfutter zu machen. Eine unsere Vorsichtsmaßnahmen ist deshalb auch das nchträgliche Aufbringen des Öls um nicht zusätzlich noch aus ungesättigten Fettsäuren gesättigte zu Erzeugen. 
Deshalb weichen Schwimm- und Sinkfutter der gleichen Größe in Form un Größe voneinander ab.Schon deshalb haben wir die Maße als Circamaße bezeichnet. 
Dabei ist uns die Zusammensetzung und damit der Nutzen für die Koiernährung wichtiger, als kugelrunde Pellets zu produzieren die optisch was hermachen . 
Bei uns ist die Reihenfolge Ernährungswertigkeit , ob sinkend oder schwimmend und die Form und Farbe sind bei uns, da sie für die Qualität des Futters nicht maßgebend sind, eher von untergeordneter Rolle. 
BHT, ranziges Öl, Sojaabfall , Federmehl usw. aber schön rund und farbig, nein danke. 
Wir hoffen , dass wir Ihnen die Problematik etwas näher bringen konnten und damit die Frage nach Größe und Form ausreichend erklärt erklärt werden konnte. 


Präbiotica

Handelt es sich um Substrate, die auf indirektem Weg Bakteriengruppen stärken sollen - meist Oligosaccharide - und damit eine positive Wirkung entfalten sollen. Sie werden vom Wirtsorganismus nicht verdaut, gelangen so in den Darm und sollen dort den erwünschten Bakterien als Nahrung dienen ( Lactulose, Fructosaccharide etc. )  Derzeit besteht noch keine Zulassung. Der Effekt ist nicht wissenschaftlich bewiesen.

Probitika

hier soll die bestehende Darmflora stabilisiert werden durch Förderung erwünschter Bakterien.  Meistens handelt es sich um Microorganismen der Gattung Bacillus, Saccharomycenes, Enterococcus, Streptococcus, Pediococcus, Lactobacillus. Sie werden entweder als Kulturen oder deren Dauerform ( Sporen ) dem Futter beigemengt. Der Grundgedanke ist die Förderung erwünschter Bakterien um Dysbiosen zu vermeiden. Erreicht werden soll das durch Nahrungskonkurrenz, antibakterielle Ausscheidungen ( Milchsäure ) oder ggfs. Rezeptorblockade um ein Andocken der pathogenen Keime zu verhindern. Da die Umstände aber sehr komplex sind, erscheint der logisch wirkende Ansatz doch etwas arg vereinfacht. Dabei kommt es eher zu Verdauungsstörungen  als zu dem erwünschten Effekt.
 
Phytoöstrogen

pflanzliches Östrogen , Vorkommen vor allem in Soja : Sojabohnen gekocht 1294  µg/g, Sojamehl 656, grüne Bohnen 1,5 , Hafer 2, Weizen 5, Roggen 2 . Sie beeinträchtigen negativ die Schilddrüsenfunktion. Sie beeinflussen negativ  die Fruchtbarkeit.

Phytaseaktivität

behindert die Verdauung   hoch -> niedrig   Roggen -> Weizen -> Gerste -> Hafer -> Mais

Propionat

siehe Na-Proprionat

Q

Qecksilber, Cadmium, Blei

hier gilt sinngemäß das bei Aluminium angemerkte. Hier sind vorallem Algen kritisch, da sie diese Stoffe aus dem Wasser filtern.

R

Rädertierchen

sie zählen zur Naturnahrung der Karpfen, sind nur wenige Zehntel eines Millimeters groß . Sie spielen allerdings nur in den Anfangstagen einer Brut eine Rolle, da die Fische zu dem Zeitpunkt nur Partikel in Größe der Rädertierchen aufnehmen können.

Roh

der Vorsatz roh weist immer darauf hin, daß es sich um keine Bestimmung von reinen Komponenten handelt wie Rohprotein = ein Gemisch, ebenso Rohfett, Rohfaser, Rohasche

Rohasche

besteht aus Sand, Ton, Reinasche und die wiederum aus Mengen- und Spurenelementen

Rohfett

ist der Sammelbegriff für Triglyceride, Phosphatide, Cerebroside, Sterine, Wachse, Chlorophyll, Carotine, Xantophyll, ätherische Öle,  etc.

Rohfaser

beinhaltet Cellulose, Pentosane, Lignin, Suberin, Cutin

Rohprotein

setzt sich zusammen aus Amide und Reineiweiß , Amide wiederum Säureamide, freie Aminosäuren, einfache Peptide, stickstoffhaltige Glykoside, Betain, Guanin

Rosmarin

Laut Naturheilkunde hilft Rosmarin als Tee bei Hypotonie und Blähungen . Vermehrte Blutzufuhr im Unterleib und Anregung des Magensaftes. Hohe Dosen lösen Rauschzustände und Krämpfe aus .Bei äußerer Anwendung ist es durchblutungsfördernd und wird bei Gicht und Rheuma angewandt. Hierzu wird er in Spiritus gelöst .
Inhaltsstoffe sind unter anderem Campher , Borneol , Phenole, Ketone und Ester.
Also hat Ihr Koi Blähungen oder Gicht bzw. Rheuma sollten Sie es anwenden. Viel Spaß, wenn Sie Rosmarinspiritus in den Teich kippen. Daneben ist Rosmarin auch noch gefährlich , und bei einer Futterbeimengung gibt es zwei Möglichkeiten : erstens wird so wenig beigemengt, dass nix passieren kann , dann ist auch die Dosis viel zu gering um eine Wirkung - soweit überhaupt vorhanden - zu entwickeln, oder zweitens es wird entsprechend genügend Wirkstoff beigefügt, dann wird es gefährlich, da die Dosierung nicht steuerbar ist und vom Fressverhalten des Koi abhängt . Wir raten Hände weg.

S

Salbei

Einsatzbereich sind hier Atemwegserkrankungen, Zahnfleischentzündungen und übermäßiges Schwitzen . Sollte Ihr Koi zu einer dieser Erkrankungen neigen, sollten Sie ihm Salbei gönnen, ansonsten macht es wenig Sinn , denn normalerweise hat er Kiemen statt Bronchien und Lungen, kein Zahnfleich und schwitzt selten . Es ist einfach Unsinn. Pflanzen Sie ihn im Garten und erfreuen sich an seiner schönen blauen oder roten Blüte .

Schwefelwasserstoff

gehört mit zu den stärksten Fischgiften. Es entsteht vorallem bei starker Verunreinigung  mit biologisch abbaubaren Substanzen wie Futterreste. Die dann entstehenden Fäulnisprozesse führen zur Bildung von Schwefelwasserstoff. Dabei befindet sich wie bei  Ammonium/Ammoniak auch hier ein Gleichgewicht zwischen Schwefelwasserstoff und Hydrogensulfid. Bei steigendem pH liegt immer mehr des weniger giftigen Hydrogensulfid vor, zusätzlich wird an der Oberfläche Schwefelwasserstoff durch den dort gelösten Sauerstoff oxidiert. Es ist daher darauf zu achten, daß keine Futterreste im Teich vergammeln und sich nirgends größere Mengen an Fischkot ansammeln.

Soja

35 - 52 % Eiweiß, 12 - 25 % Fett, 20 - 35 % Kohlenhydrate
Vorteile :
billig, in großen Mengen verfügbar, schont Tierpopulationen, aber massiver Abbau v on Regenwald

Nachteile  
Pyktinsäure bindet  Fe, Mg, Zn, Ca . 100gr enthalten 1250 mg. Hier haben wir schon den ähnlichen Effekt wie beim Spinat. Soja hemmt ferner die Amylase, dadurch wird der Zuckerstoffwechsel bzw. die Aufnahme behindert. Auch enthält es einen Trypsininhibitor wodurch es als Wachstumsbremse gilt. Hexanreste -> siehe später. nahezu alle Sorten im Futtermittelbereich sind genmanipuliert. Die langfristige Auswirkung der Genmanipulation ist unklar ( langfristig heißt hier nicht ein paar Jahre sondern wir reden von Jahrzehnten). 20 % !!! der Polysaccharide sind unlöslich ( Spinateffekt). Linolsäure überwiegt was nach neueren Erkenntnissen Entzündungen begünstigt. Pflanzliche Estrogene (Phytoestrogene) fördern im Tierversuch Tumorwachstum und beeinträchtigen die Schilddrüse ( BFR sieht Risko) Soja braucht sehr viel Wasser -> Ökologie Methioninmangel. Das sind zusammengefaßt die Vor- und Nachteile von Soja. Nun Soja ist billiger wie Fischmehl, das obwohl im Fischmehl Fische verarbeitet werden, die für den menschlichen Verzehr nicht oder wenig geeignet sind. Im Fischmehl sind also keine Fischstäbchen. Genausowenig ist im Soja das Futtermittel Tofu. Soja nimmt die Industrie zur Ölherstellung. Hierzu wird das Öl mit Hexan rausgewaschen. Was bleibt ist das sogenannte Sojaschrot. Und das, und nur das wird zur Futtermittelherstellung genutzt. Die Industrie wäre ja blöd bestes Soja in Futtermitteln zu verarbeiten, wenn sie dafür auf dem Weltmarkt im Nahrungsmittelbereich das x-fache an Geld erhält. Im Übrigen wäre dann auch der finanzielle Vorteil gegenüber dem Fischmehl weg. Es wird in Fischfutter also Sojaschrot verwendet, nennen wir es ein Nebenprodukt der Ölherstellung, das Wort Abfall wäre zu hart. Da es hier nur um den Preis geht macht sich auch keiner im Futtermittelbereich die Mühe dieses Sojaschrot von Hexanrückständen zu befreien, oder es irgendwie aufzubereiten. Dies ist im Fall von Futter für Fische die nicht gegessen werden noch ausgeprägter. Und nun haben wir Sojaschrot mit % Eiweiß, % Fett und % Kohlenhydrate. Das hat also leider nix mit dem Tofu aus dem Reformhaus zu tun. Wer mal ein wenig hinter die Kulissen der Futtermittelindustrie schauen will, dem empfehle ich das Buch " Katzen würden Mäuse kaufen ", der wird staunen, was da harte Realität ist. Apropos Preis  100kg Sojaschrot kosten je nach Qualität 20 - 30 € 100kg Fischmehl liegt bei 200 - 400 .--€ . Komisch, daß Futtersorten mit hohem Sojaanteil aber nicht um das zigfache billiger sind. Ein Schelm der böses dabei denkt.
Sojaextraktionsschrot,Sojaschrot
ist für den Karpfen schwer verdaulich und vor allem bei 2 und 3 jährigen fehl am Platz. Sojachrot erhöht signifikant die Gefahr der Kiemennekrose und Verschlechterung der Wasserqualität. Wenn überhaupt darf es nur getoastet oder aufgeschlossen verwendet werden. Gespritztes Sojaschrot etc. haben im Teich generell nix zu suchen, da sich die Spritzmittel kummulieren und Tumoren begünstigt.
 
Stärke

g/kg Trockensubstanz : Weizen 590, Roggen 570, Gerste 530. Hafer 395, Mais 612
 
T

Thymian

seinen ätherischen Ölen wird eine spasmolytische Wirkung auf die Bronchien zugeschrieben . Ein Sinn für die Koi macht es schon deswegen nicht, da dieser in der Regel keine Bronchien haben . Sollten Sie aber zufällig einen mit Bronchien haben , verwöhnen Sie ihn mit Thymianöl , ansonsten absolut unsinnig.

Trockensubstanz

jeder Tiernahrung besteht aus Rohwasser und Trockensubstanz. Die Trockensubstanz wiederum setzt sich zusammen aus Anorganischer Substanz ( Rohasche) und Organischer Sunstanz  -> siehe Organische Substan, Anorganische Substanz. Trocknung der Ausgangsstoffe unter definierten Bedingungen. Da der Wassergehalt von Futtermitteln erheblich variiert, ist ein Vergleich nur auf Basis der Trockensubstanz möglich.

Trockensubstanz Naturnahrung

Wasserflöhe rund 9 % sowie 50 g/100 g Trockensubstanz an Rohprotein sowie 2,19 Mj, die Zuckmückenlarven haben 13,5 % bei 64 g Rohprotein, die Sonstigen 10 % Trockensubstanz bei 44 g Rohprotein. Die Naturnahrung ist also ein hervorragender Eiweißlieferant. Wie gut diese Eiweißlieferanten sind zeigt der Vergleich Weizen Leucin 1 g Tubifex 4,9 g Methionin Weizen 0,2 g Tubifex 1,4 g Arginin Weizen 0,7, Tubifex 2,5 g . Die Grundnahrung des Karpfen besteht also aus rund 51 g Rohprotein und 2,1 Mj.

U

Ubichinon

sind Elektronenüberträger in der Atmungskette in den Mitochondrien. Es spielt mit den Tocopherolen eine Rolle bei der Stimmulierung des Zellwachstums. Mangel entsteht bei unzureichender Verfügbarkeit von Phenylanalin bzw. Tyrosin
 
Ulmenspierkraut

Kommt in der Regel nur in Mischungen vor, so dass hier gar keine gezielte Zuordnung irgendwelcher Effekte erfolgen kann. Bei Pferden hilft es angeblich gegen Arthrose . Was meint Ihr Koi dazu ??

ungesättigte Fettsäuren

siehe hierzu Fettsäuren
 
V

Verdorbenes Futter

Gefährdet die Gesundheit der Fische. Es versteht sich daher von selbst, daß es optimal gelagert werden soll.Setzt man es dem Sonnenlicht aus, werden lichtempfindliche Vitamine wie B2, B6 zersört. Wird es zu warm gelagert, gehen hitzeempfindliche Vitamine zugrunde wie Vitamin C. Wird Futter feucht riskiert man Schimmel und Pilzbefall, so daß sich das giftige Aflatoxin bildet. Schon 20 mikrogramm/Kg sind toxisch, 0,15 mikrogramm lösen Tumoren aus. Schimmeliges Futter gehört daher immer entsorgt. Wird Futter zu lang und zu warm gelagert oxidiert das Fett, es wird ranzig. Das führt zu Schäden an Leber, Nieren und Kiemen.  Daraus ergibt sich Finger weg vom Einkauf großer Futtermengen. Widerstehen Sie dem Rabatt, denn was Sie am Schluß füttern ist sein Geld nicht mehr wert. Schaffen Sie sich Futter für höchstens  7 - 10 Tage an.
 
Verdaulichkeitsförderer

Es handelt sich um zugegebene Enzyme die fehlende eigene Enzyme ergänzen sollen, die die Verdauung stimmulieren sollen ,  die die eigene enzymatische Kapazität erhöhen sollen.

Verunreinigung

bei Getreide ein nicht unerhebliches Problem. Es handelt sich hierbei um Fremdgetreide, Spelzen, Unkrautsamen, Pilze, Staub, Sonstiges wie Steine, Glas, Mäusekot, Insekten etc.

Vitamine

kommt von dem lateinischen Wort vita = das Leben, es handelt sich um lebenswichtige Stoffe die der Organismus nicht selbst produzieren kann, sie müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Am bekanntesten wohl Scorbut, an dem früher viele Seefahrer verstarben, da meistens die Vitamin C Versorgung nicht sichergestellt war. Es gibt fett- und wasserlösliche. Die fettlöslichen werdem vom Körper im Fett gespeichert , so daß es zu Überdosierungen kommen kann. Es sind dies A, D und E. Die anderen Vitamine sind wasserlöslich, man kann sie nicht überdosieren, weil sie durch die Niere ausgeschieden werden .

Vitamine Haltbarkeit

Hier ist enorm wichtig die Lagerung des Futters . Beachten Sie hierzu unbedingt unsere Hinweise zu einer sachgerechten Lagerung des Futters. Futter sollte imme kühl, dunkel und verschlossen aufbewahrt werden. Unter diesen Bedingungen stellt die Lagerung des Futters für Vitamine, Mineralien etc. innerhalb der Mindesthaltbarkeit kein Problem dar. Meiden Sie vorallem, daß Futter feucht wird. Hier geht es dann nicht um die Vitamine etc. , sondern um Mykotoxine ( Absonderung von Pilzen ) die das Futter für den Fisch schädlich machen. Gottseidank sind die Fische in der Regel sensorisch so fit, dass sie ein solches Futter nicht fressen. Hierzu ein interessanter Beitrag auch unter   https://www.youtube.com/watch?v=2ClQ99damPM
Vitaminmangelerkrankungen beim Karpfen
Vitamin C -> Lordose, Skoliose , Vitamin D -> Nierennekrose, Vitamin E -> Anämie, Vitamin K -> Störung der Darmflora, Vitamin B1 -> Gleichgewichtsstörungen, Luftblase verändert, Vitamin B2 -> Augenveränderungen ( Hämorrhagien), Vitamin B6 -> nervale Störungen, Panthotensäure -> Kiemenveränderungen, Biotin -> Blauschleimkrankheit

W

Wachstum

wann wächst ein Koi ?? Klare Sache, wenn er mehr Energie zu sich nimmt, wie er verbraucht. Allerdings was so einfach klingt , ist eine schwierige Gratwanderung zwischen echtem Wachstum und Verfettung. Wachstum findet nur statt, wenn ich Gewebe aufbaue. Dazu brauche ich Eiweißmoleküle und dazu wiederum Aminosäuren. Nun kann der Koi einen Teil aus der Nahrung herstellen, aber einen Teil nicht, das sind die essentiellen Aminosäuren. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Es versteht sich von selbst , dass das nur durch die Aufnahme von Eiweiß erfolgen kann. Nun braucht man dazu nicht nur Aminosäuren komplett, sondern diese Aminosäuren müssen auch noch in einem bestimmten Verhältnis vorliegen. Dieses Verhältnis der Aminosäuren in einem Eiweißmolekül sind genetisch bedingt und typisch für die jeweilige Art. Die sind dabei so typisch, dass sich zB. Forelle und Karpfen schon unterscheiden. Auf Grund dieser Umstände ist es einleuchtend, dass Fischmehl im Futter dem näher kommt, als Soja oder Lupinen. Und das ist der Knackpunkt : Ich muß also ein Futter kreieren, bei dem der Fisch die für seine Lebensweise notwendige Energie aus Fett und Kohlenhydraten decken kann, damit er das Eiweiß, das artgerecht sein muß , komplett zum Aufbau von Eiweiß und damit Muskel und Gewebe verwenden  kann. Der Koi wächst. Das Futter muß mehr Energie enthalten, als der Fisch braucht und ein Eiweiß enthalten, das ziemlich genau den Anforderungen dieser Art entspricht -> siehe auch  Liebig´sche Fasstheorie . Dazu gibt es Tabellen die mir einen Anhaltspunkt bieten, ob der Fisch mit seinem Wachstum sich normal entwickelt.
Bei Futter ist ein schlechtes Zeichen  immer, wenn im Teich massenweise Kot schwimmt, denn was ausgeschieden wird, kann logischerweise nicht zum Wachstum genutzt werden. Ebenso im Futter enthaltenes Wasser, Rohfaser und zum Teil Rohasche sind fürs Wachstum verloren. Stimmt die Relation von Eiweiß,Fett und
Kohlehydraten nicht, kommt es auch zum Wachstum, das sich aber nur auf eine Volumenszunahme beschränkt und Verfettung genannt wird. Sicher ist ein Forellenmastfutter aus diesen Gründen absolut ungeeignet, wenn auch der Preis vielversprechend scheint.
Wachstum hängt desweiteren von Temperatur, Sauerstoffgehalt, Bestandsdichte, Höhenlage und Beschattung ab.
Ergänzend siehe auch -> Verdaulichkeit, wahre Verdaulichkeit, Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Aminosäuren.

Wasserflöhe

die Wasserflöhe oder Daphnien spielen eher in der Ernährung der Koi einen Rolle. Sie sind erstens größer 0,3 - 3 mm und treten in einer Anzahl auf die relevant werden. Sie nehmen in Naturteichen einen ungefähren Anteil von 50 % der Naturnahrung ein .

Wassertemperatur

Sie hat einen wesentlichen Einfluß auf den Lebenszyklus des Koi und bestimmt durch dessen Stoffwechselaktivität auch den Umfang der notwendigen Nahrungsaufnahme. Je höher die Temperatur, desto weniger Sauerstoff geht in Lösung, es steigt die Toxizität mancher Substanzen. Karpfen sind in der Regel bei  0 - 10 C inaktiv,  die Vorzugstemperatur liegt bei 14,5 - 26 C,  ab 28 C werden die Fische unruhig, der Streß nimmt zu,  ab 37 C beginnt die Letaltemperatur, es verenden Teile der Bestände. Besonders im Frühjahr besteht in der Übergangszeit eine nicht unerhebliche Gefährdung der durch den Winter geschwächten Fische. So gefährden Krankheitserrreger wie VHS,IPN,SVVC,CE im Bereich von 12 - 18 C vermehrt die Fische.  Erst ab 20 C gibt es weniger oder keine Krankheitsausbrüche mehr. Es gilt dies bei der Fütterung zu beachten -> energiereiches Futter, immunstimmulierendes Futter um die Fische möglichst zügig in diese "sichere" Temperaturzone zu bringen. Für den Temperaturanstieg gilt : Temperaturdiffernz in C x 2,5 = Anpassungszeit in Tagen .

Wasser

ein Futter mit mehr wie 14 % Wasser ist nicht lagerfähig, es wird über kurz oder lang schimmeln. Deshalb sollte der Wassergehalt eines Futters möglichst gering sein. Im übrigen macht Wasser nicht satt, das für diesen Anteil bezahlte Geld ist damit zum Fenster hinausgeworfen. Ein Wasseranteil unter 7 % stellt gernerell einen guten bis sehr guten Wert dar.

Weender Futtermittelanalyse

Erfassung von Stoffgruppen, die mit Energiegehalt, Verdaulichkeit und Gehalt an speziellen Inhaltsstoffen verbunden sind Es handelt sich um eine einfache und schnelle Analyse, die einen Kompromiß zwischen Gründlichkeit und Zweckmäßigkeit darstellt.
 
Weizenkeimkuchen

Es handelt sich bei dem Weizenkeimkuchen um den Rückstand beim Preßvorgang zur Ölgewinnung aus Weizenkeimen Weizenkeime werden zur Stärkegewinnung hergenommen. Gegenüber anderen "Abfällen" aus der Verarbeitung von Weizen ist er in der Regel reicher an Protein und Fett. Empfohlene Menge bei Futtermitteln : 5 % .

Weizenkleie

entsteht bei der Herstellung von Weizenbackmehl . Weizenkleie besteht überwiegend aus Teilen der Schale. Daraus ergibt sich der deutlich höhere Faser- und Fettgehalt, aber geringere Energiewert als beim Weizenkorn. Das  Fett enthält Polyensäure. Kleie enthält im Vergleich zum gesamten Korn etwa dreimal mehr Phosphor, der jedoch teils als Phytin-Phosphat vorliegt und damit schlecht verfügbar ist. Aufgrund der Struktur ist Kleie schlecht rieselfähig. Es dient mitunter in der Futtermittelindustrie auch als Mittel gegen Verstopfungen. Probleme sind bei hohem Wassergehalt die Gefahr des Schimmelbefalls .Mögliche Oxidation der Polyensäuren setzt die Haltbarkeit herab.
 
Winterfutter

Gibt es Winterwasserflöhe, gibt es Winterwasserschnecken oder gar spezielle Winterhüpferlinge, Winterrädertierchen, Winterdaphnien , Winterschlammröhrenwürmer, oder vielleicht Winterzuckmückenlarven ??
Natürlich nicht, und das zeigt auch schon das Absurde an einem Winterfutter.
Ein Karpfen, der im Winter durch den Teich streift und nach Nahrung sucht, findet dort als Naturnahrung dasselbe vor wie im Frühjahr, Sommer oder Herbst. Muß ja auch so sein, denn er braucht ja das ganze Jahr eine für seinen Organismus vollwertige Nahrung.
Was hat es dann mit dem Winterfutter auf sich ??
Der Karpfen und damit der Koi kann seine Temperatur der Umgebung anpassen. Dadurch braucht er zur Erhaltung seiner Körpertemperatur wesentlich weniger Energie, wie beispielsweise der Mensch, der seine Körpertemperatur konstant auf 37 Grad halten muß.
Das heißt für die Ernährung des Karpfens aber, dass er weitaus weniger Energie und damit Futter in der kälteren Jahreszeit braucht. Aber das Futter unterscheidet sich nur in der Menge , nicht in der Zusammensetzung. Wie auch , wie soll der Karpfen denn im Winter in seinem Teich zu einer Futtermühle gelangen um Winterfutter zu kaufen.
Ein Winterfutter ist daher nach unserer Meinung Quatsch, ja eher gefährlich, da es nicht das volle Ernährungsspektrum abdeckt, das der Karpfen nun mal braucht.
Wieso gibt es dann Winterfutter ?? Wieso gibt es Aktifia (ähnliche Namen sind rein zufällig ) ??
Weil unsere Industrie sehr einfaltsreich, wenn auch mitunter eher einfältig ist. Nimm´den teuren Teil das Fischmehl raus, ersetz es durch billige Weizenprodukte , idealerweise vielleicht sogar Abfälle aus der Bierherstellung, preise es als den neusten Schrei und eine zwingende Notwendigkeit gemischt mit einem guten Gefühl für den Tierhalter, und schwupp geht die Rendite nach oben.
Also unserer Meinung nach - und auch der meisten Karpfen - ist Winterfutter eher ein guter Werbegag der noch dazu überteuert ist. Man kann es sich ganz einfach sparen.
Was bleibt : Der Koi braucht ein vollwertiges Futter, das sich aber in seiner Menge  streng an den Temperaturen orientieren soll, denn Sie wollen doch kein schwimmendes Dickerle.

X

Xylit

Zuckeraustauschstoff, der im Futter eine eher untergeordnete Rolle spielt. Stärker in den Vordergrund tritt derzeit Stevia, wobei es sich eher um einen Lockstoff als um eine sinnvolle Futtermittelzutat handelt

Y
 
Z


Zooplankton

sie zählen zur Naturnahrung des Karpfens, spielen aber im Koiteich eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr ist deren Zusammensetzung interessant um ggfs. Rückschlüsse auf das erdorderliche Nahrungsspektrum ziehen zu können. Hierzu zählen im wesentlichen Rädertierchen. Sie sind 0,2 - 0,4 mm groß und spielen eine Rolle bei der Ernährung der Fischbrut. Ferner zählen hierzu Hüpferlinge. Sie vermehren sich geschlechtlich durch Eiablage und stellen anfangs, sollten sie in größerem Umfang auftreten eine Gefahr für die Fischbrut dar. Als dritte Gruppe zählen hierzu Wasserflöhe. Siehe zum Teil im einzelnen dort.

Zusatzstoffe

a. technologisch : Konservierungsmittel, Antioxidantien, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Geliermittel, Bindemittel, Trennmittel, Säureregulatoren  b. ernährungsphysiologisch : Vitamine, Spurenelement, Aminosäuren, Harnstoff  c. sensorisch : Farbstoffe, Aromastoffe   zootechnisch : Verdaulichkeitsförderer, Darmflorastabilisatoren

Zusammensetzung Naturnahrung

Hier ernährt sich der Karpfen zu 20 % von Zuckmückenlarven, zu 50 % von Wasserflöhen und zu rund 30 % aus einem je nach Teich vorhandenem Gemisch aus anderen Teichbewohnern.