Chikara Fragen





Hier haben Sie die Möglichkeit sich ausführlich zu informieren


Warum haben die Pellets mitunter keine einheitliche Farbe ?

Chikara ist ein Naturprodukt und nicht eine Mischung künstlicher Substanzen. So verwenden wir keine synthetischen Farbstoffe um zum Beispiel schöne einheitlich grüne Pellets zu erzeugen. Da die Zutaten Naturprodukte sind, unterliegen diese in einer gewissen Breite Schwankungen . Das kann zum Beispiel dzu führen, das die Vorgängercharge sich farblich unterscheidet. Um die gleiche Qualität und damit die gleichen Werte des Futters zu erreichen, muß dann über ein ausgeklügeltes Mischprogramm dafür gesorgt werden, dass die normalen Werte erreicht werden. Dadurch können Pellets heller oder dunkler erscheinen. Mitunter treten auch zum Beispiel leichte grüne Flecken auf. Das liegt am Herstellungsprozess der Extrusion. Beim Extrudieren wird - ähnlich einem Fleischwolf - die angerührte Masse durch eine "Lochscheibe"
gepresst, sie erhitzt sich dabei und das Pellet wird "gebacken" . Befindet sich nun ein Spirulinakörnchen im äußeren Bereich wird dieses durch den Vorgang "aufgeblasen" und ergibt einen grünen Punkt. Ist im anderen Pellet das Spirulinakörnchen innen , wir es nicht sichtbar. Dadurch unterscheiden sich die Pellets selbst einer Sorte und einer Farbe in gewissem Umfang in Farbnuancen. Das hat aber keinen Einfluß auf die Qualität. Vergleichen Sie es mit einen Pelz der auch ohne Qualitätsabstriche unterschiedliche Muster haben kann. Wir verzichten bewußt auf das optische Aufpolieren, denn Zusätze von synthetischen Farbstoffen sind in Verruf. Manche gelten sogar als Krebs erregend.

Warum kann ich nicht eine beliebige Menge an Futtermischungen kaufen ?

Dazu muß man wissen , wie es zu diesen Futtermischungen kommt : Früher haben wir zum Beispiel Basic 5 mm schwimmend produziert. Danach wurde die ganze Anlage gereinigt und damit waren 2 Mann einen halben Tag beschäftigt. Danach wurde Basic 3 mm sinkend zum Beispiel produziert. Das ist natürlich unergiebig, wenn man 6 oder 7 Sorten produziert, weil man nicht nur 2 Männer 3 oder 4 Tage mit der Reinigung beschäftigt, sondern sich dadurch auch die Produktionszeit sich erheblich verlängert. Also sind wir dazu übergegangen nahtlos durch zu produzieren. Ist zum Beispiel Basic 5 mm fertig, und es folgt Basic 3 mm dann entsteht natürlich in dieser Übergangsphase eine Mischung. Diese wird gesondert abgefüllt und ggfs. mit Zusatzprodukten ergänzt. Damit ist aber die Menge der Mixprodukte limitiert. Wir mischen also nicht bei
einer Bestellung den gewünschten Mix, sondern der kommt entsprechend abgepackt in limitierter Menge ggfs. ergänzt bereits so von der Futtermühle. Das ist auch nicht weiter tragisch, denn durch die Packungsgrößen von 5 und 1 kg können Sie jede beliebige Mischung durch Kauf der Einzelsorten selbst herstellen. Da ist sogar Ihrer Phantasie keine Grenze gesetzt. So  läßt sich Basic 5 mm schwimmend zum Beispiel jederzeit mit einem Kilo Basic++ und einem Kilo Immun wunderbar zu einer Mischung ergänzen. Da es sich um ein Futtersystem handelt, ist dies unbedenklich möglich, denn die Grundmischung ist ja  - bis auf Premium - bei allen Sorten gleich.

Bei einer Sorte ist mir aufgefallen, dass die Beschreibung vom Etikett abweicht ?

Wir sind zwar Tag und Nacht bemüht, das zu vermeiden, aber bei einer neuen Charge müssen nich nur unzählige Säcke erfasst und eingeräumt werden, sondern es müssen auch unzählige Werte kontrolliert und ggfs. korrigiert werden. Das ist ein immenser Aufwand und mitunter übersehen die, die diese Strafarbeit machen müssen auch etwas. Hier gilt aber generell : Bei Abweichungen ist immer der Text auf dem Etikett verbidlich. Sollten Sie irgendwo so etwas entdecken, helfen Sie uns und weisen uns darauf hin, wir sind dafür sehr dankbar und zeigen uns erkenntlich.

Ist die Aluverpackung nicht sehr umweltschädlich ?

Nein, unsere Verpackungen sind voll recycelbar. Wie sind hierzu Mitglied bei Sundbell und leisten da einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag. Die Verpackung kann also unbedenklich im gelben Sack, der gelben Tonne der Wiederverwertung zugeführt werden
Diese Art der Verpackung hat enorme Vorteile : Sie kennen das von der Kaffeverpackung : Die Ware bleibt frisch, es kann kein Sauerstoff eindringen und damit wird vorallem das Ranzigwerden der Fette verhindert. Die meisten Hersteller verhindern dies dadurch, dass sie entweder gesättigte Fette verwenden, oder die Fette stark mit BHT anreichern. Beides ist schlecht, denn die unbedingt erforderlichen Fette sind sogenannte essentielle Fette und die sind mehrfach ungesättigt. Leider sind die sehr empfindlich und reagieren sofort zu gesättigten . Damit ist der Nutzen weg, der Koi erhält nicht die dringend notwendigen essentiellen Fettsäuren. Die sind auch sehr hitzelabil, deshalb bringen wir die Öle nachträglich auf und lassen sie durch entsprechende Lagerung einziehen -> siehe auch Fettfilm .
Und BHT ?? das steht eigentlich im Verdacht krebserregend zu sein und sollte eigentlich schon längst vom Markt verschwunden sein, aber dank erfolgreicher Lobbyarbeit wird das , ähnlich wie beim Glyphosat , wohl noch dauern. Deshalb nehmen wir Tocotrienole - das sind natürlich Abkömmlinge der Vitamin E - , achten auf Spitzenqualität und vermeiden bei der Verarbeitung "Hitzeschäden".
Im Interesse der Umwelt haben wir aber ab sofort alle Kunststoffsäcke eliminiert.

Warum gibt es bei verschiedenen Sorten nur 5 Kilo oder nur schwimmend etc. ?

Bei der Menge unseres Sortiments und der Produktionsmindestmenge von 1 Tonne pro Sorte, mußten wir bei Sorten die nicht so häufig genutzt werden diese Beschränkungen einführen um uns nicht zu verzetteln oder manche Sorten unnötig zu verteuern. Das kann sich bei entsprechender Nachfrag aber ändern. Auch würde dies bei manchen Sorten zu langen Lagerzeiten führen . Unserer Philosophie zufolge produzieren wir bewußt nicht auf "Vorrat" , sondern versuchen alle 2 Monate frisch zu produzieren. Das erhöht zwar den Preis etwas, dient aber der Qualitätssicherung. Auch wir selbst wollen keine Ware die eine Woche später abläuft


Soll ich mischen, bringt das Vorteile ??

Mischen  Sie auf keinen Fall in dieser Form: 3 Tage xy, 3 Tage yz usw. Ein Futterwechsel ist ein erheblicher Streß für den Fisch, er muß seine komplette Darmflora anpassen, Sie würden ihn also permanent streßen.

Wenn,  dann machen Sie wenigstens eine Mischung aus xy und yz , die Sie permanent füttern. Bedenken Sie aber :  ein gutes Futter gemischt,  mit einem schlechten ,  ergibt nicht zwei gute !!!! Nur in der Mathematik ergibt  Minus x Minus = +. Sie verschlechtern immer das bessere der beiden Futtersorten. Um zu mischen müssen Sie auch das Futterkonzept  des jeweiligen Futters verstehen, um gezielt ergänzen zu können. 40 % Eiweiß und 10 % Fett ist ein anderes Konzept wie 30 % Eiweiß und 20 % Fett, auch wenn beide den gleichen Brennwert haben. Auch sollte das Futter dem Aminosäurebedarf des jeweiligen Tieres entsprechen, das erreicht man in der Regel durch Mischung verschiedener Futterbestandteile. Das alles müßten Sie auswerten um eine sinnvolle Kombination machen zu können. Auch das Raucherargument hilft hier nicht weiter – mein Opa hat 70 Jahre geraucht , das  macht Rauchen nicht gesünder. Auch wenn Sie schon ewig mischen , kann es trotzdem heißen, daß Sie sich eben schon länger im suboptimalen Bereich bewegen. Das ist auch einer der Gründe warum wir ein ganzes Konzept entwickelt haben und nicht Basic mit Color von "Machmichblau" und Immun von "Ichstrotzevorgesundheit" mischen.

Wir meinen, lassen Sie es besser.

 

Nach der Fütterung nehmen die Ausscheidungen zu ??!!

Das ist bei jeder Futterumstellung normal. Der Koi kann ansich Kohlenhydrate nur in bestimmter Form aufnehmen. Das bedingt, daß die Darmbakterien mit ihm in einer Symbiose leben, denn diese Darmbakterien verarbeiten Stärke und langkettigen Zucker zu kleineren Ketten, die der Darm des Koi dann aufnehmen kann. Denn wie beim Menschen kann der Darm nur aufnehmen,  was entweder so klein ist, daß es durch die Darmwand diffundieren kann, oder wenn es nicht diffundieren kann muß er für diesen spezifischen Stoff ein Transportsystem haben.
Das heißt aber, daß der Koi bei neuem Futter erst seine komplette Darmflora an das neue Futter anpassen muß. Das kann nicht nur anfangs zu einem unruhigeren Fisch, sondern auch zu einem unruhigerem Darm führen. Auch kann es in dem Zusammenhang vorübergehend zu leichten Braunverfärbungen des Wassers kommen, vorallem , wenn sich im Filter ein Spaltsieb befindet, das die Auscheidungen zerkleinert. In diesem Fall vermehrt Wasserwechsel vornehmen.
Dies sollte aber nach 2 - 3 Wochen vorüber sein. Sollte es länger dauern, informieren Sie uns bitte.



Verliert das Futter nicht Vitamine und Spurenelemente ??!!

Das hängt in erster Linie von der Lagerung ab. Das Futter sollte stets in geschlossenem Beutel kühl , trocken und dunkel lagern. Wenn Sie einen Futtersack öffnen, empfielt sich das Umfüllen z.B. in Tupperware o.ä.  , am besten  ,  aus dem Sie die Luft weitgehend entfernen können.
Aus diesem Grund bieten wir unter anderem  kleine Verpackungsgrößen an ( 1,5 kg bzw. 5 kg ), das erhöht zwar den Verpackungsaufwand und damit etwas den Preis, dafür ist das Futter immer frisch und behält seine Nährstoffe.
Futter darf bei der Lagerung nie feucht werden, das erhöht die Anfälligkeit für Pilzbefall.
Deshalb produzieren wir mit Feuchtigkeit unter 8 % bzw. streben 6 % an, denn unter 10 % ist die Gefahr äußerst gering; außerdem wer zahlt schon gern für Wasser !!
Wasserlösliche Vitamine wurden im Überschuß zugegeben um deren Schwund auszugleichen. Wasserlösliche werden über die Niere ausgeschieden, so daß die Gefahr einer Überdosierung nicht gegeben ist. Spurenelemente verändern sich in der Regel nicht, auch Ihr Salz ( NaCl ) z.B.  bleibt in Ihrem Vorratsschrank  beständig und löst sich nicht auf.

 

Ich habe  festgestellt dass über 50% absinkt, ist das so gewollt oder ist das Koifutter nicht schwimmend????

da  bei Sink oder Schwimmfutter doch  die Meinungen sehr auseinandergehen, wollten wir einen Kompromiß machen  und schwimmend mit teilweise sinkend ( 1/3 ) produzieren. Das umzusetzen hat die Futtermühle doch vor erhebliche Probleme gestellt, da dies nicht mit ein und derselben Matrize zu realisieren ist. Dabei kam es zu einer eher willkürlichen Mischung.   Wir werden bei der nächsten Charge wieder auf reines Schwimmfutter umsteigen und nur im Herbst reines Sinkfutter anbieten.
Die Mischung hätte eventuell den Vorteil gehabt, daß auch die scheuen, die eher unten sind , zu ihrem Futter kommen, aber wie gesagt, die Idee ist technisch nicht so einfach umzusetzen.
Qualitativ hat das keinerlei Einfluß, das Sinkfutter ist nur stärker gepreßt, so daß es schwerer ist.
Mittlerweile gibt es zusätzlich eine Mischung .

 

Wieso habe ich mitunter einen Fettfilm auf  dem Wasser ?

Das hat mit der Verarbeitung zu tun. Werden mehrfach ungesättigte Fette verwendet, haben diese,  wie der Name schon sagt , mehrfach ungesättigte chemische Andockstellen. Sie werden vom Körper dringend benötigt. Am bekanntesten sind die sogenannten Omegafettsäuren. Aber wie so oft , kein Licht ohne Schatten : Da sie sehr reaktionsfreudig  sind, dürfen sie nur wenig erhitzt werden. Das heißt  : sie dürfen bei der Verarbeitung möglichst wenig erhitzt werden, um die Qualität zu erhalten, sie werden nachträglich aufgesprüht. Das kann aber je nach aufgesprühter Menge dazu führen, daß sich kurzzeitig auf dem Wasser  ein Fettfilm bildet. Der hat aber keinerlei negative Folgen , weder für die Fische noch für den Teich. Die Alternative wäre die Öle mit zu verarbeiten, was aber dazu führen würde, daß die Qualität des Öls rapide abnimmt. Sie kennen das sicher von hochwertigen Salatölen, die den Hinweis enthalten nicht hoch erhitzen. Ich meine im Interesse der Koi kann man dies hinnehmen, denn keiner will doch , daß die Koi mit Frittierfett drangsaliert werden . Vorbeugend lagern wir das Futter , damit das Fett einziehen kann, bevor es abgepackt wird. Schlecht sind auch Temperaturschwankungen . Ist Fett dabei einzuziehen und es wird dabei unter 10 Grad gelagert , wird es hart und zieht nicht weiter ein. Wird es nun sehr warm gelagert, verflüssigt es sich wieder dringt aber nicht weiter ein, sondern wird ausgeschwitzt und bildet Fettflecken.
 

 

Das Futter hat einen Staubanteil ??!

Das hat zwei Gründe : der erste  : es ist auch durch den Herstellungsprozeß bedingt . Hier spielt eine Rolle daß wir bewußt den Wasseranteil sehr niedrig halten. Dadurch ist es leichter lagerbar und wer bezahlt schon gerne für Wasser.  Der zweite : leider nehmen Frachtführer und Post wenig Rücksicht auf das was sie transportieren. Schon bei der Paketannahme wird es einfach nach hinten geworfen. Leider haben wir darauf keinen Einfluß. Wie werden neuerdings Aufkleber Vorsicht Glas benützen und hoffen die Post geht dann vorsichtiger damit um.  Zum Ausgleich hierfür enthalten die Futterbeutel etwas mehr Futter. Selbst wenn Sie die Brösel wegschütten, haben Sie immer noch mehr wie die aufgedruckte Packungsmenge. Die "Brösel" selbst sind qualitativ nicht schlechter, sind also nur optisch ein Nachteil. Mittlerweile konnten wir durch Umstellen des Produktionsprozesses den Effekt minimieren. Allerdings wird das Futter unsanft behandelt z.B. dauernd umgeschichtet etc. reiben sich die Pellets aneinander und es entsteht vermehrt Futterstaub. Denken Sie bitte daran bei der Lagerung.

 

Hier einige Anhaltspunkte für eine üblicherweise durchführbare Fütterungspraxis :

Bei Chikara sollten Sie 0,5 - 1 % vom Fischgewicht füttern. Haben Sie einen spärlichen Besatz z.B. 20 m³ + 5 m³  je  Koi könnten Sie auch die Ration erhöhen , aber auch immer unter strammer Kontrolle der Wasserwerte, um nicht die Kapazität des Filters zu überschreiten. Hier ein paar Faustregeln :

8 - 10  C  nur sehr spärlich, keineswegs wenn die Koi am Boden ruhen

10 - 15 C  2 - 3 mal pro Woche , an den betreffenden Tage 3 - 4 Portionen aber gesamt nur 0,5 % des Fischgewichtes

16 - 19  C  3 - 4 mal pro Tag  insgesamt aber nur  0,5 % des Fischgewichtes

19 - 25  C  5 -6 mal pro Tag insgesamt aber nur  1 % des Fischgewichtes

26 - 28  C 3 - 4 mal pro Tag  insgesamt aber nur  0,5 % des Fischgewichtes

ab 29     nur noch ganz, ganz wenig, im Zweifel Fütterung einstellen, sauerstoffabhängig !!!



Wie erkenne ich das Gewicht meiner Fische , muß ich dazu alle rausfischen und wiegen ?

suchen Sie sich im Teich ein Teil, dessen Maß Sie kennen und an dem die Fische oft vorbeischwimmen  z.B. den Skimmer Durchmesser 20 cm . Danach gelten folgende ca. Werte :

10 cm     15 g

15 cm     70  g  

20 cm   100  g

25 cm   200  g

30 cm   350  g

40 cm   800  g

43 cm    1   kg

50 cm    2   kg       von da ab ungefähr pro 10 cm Gewichtsverdoppelung also      50 cm    ca.  2 kg   -->     60 cm    ca.  4 kg     usw.

 

Wie gehe ich bei einer Futterumstellung vor ?

Meiden Sie Mischungen - siehe Beitrag oben - sondern füttern Sie das bisherige Futter wie gehabt weiter. Ist das Futter komplett verfüttert, legen Sie 3 Tage Pause ein, in denen Sie bitte nichts füttern. Danach beginnen Sie wie folgt :

Zu erreichendes Futterziel  1 %    ->  bitte beachten das ist temperaturabghängig !!

In der ersten Woche 1/4 der angestrebten Futtermenge

in der zweiten Woche 1/2 der angestrebten Futtermenge

in der dritten Woche 3/4 der angestrebten Futtermenge

ab der vierten Woche füttern Sie ganz normal.

So erleichern Sie Ihrem Liebling die Futterumstellung

 


Wie lagere ich mein Futter richtig ?

In Futterbeuteln abgepackte Ware  sollte grundsätzlich in Räumen aufbewahrt werden, die kühl, trocken und vor Sonnenlicht geschützt und damit keinen Temperaturschwankungen unterworfen
sind. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 55 - 60 % liegen. Es empfiehlt sich zusätzlich Monatsportionen einzufrieren, so ist die Frische am besten gewährleistet. Auch im Kühlschrank ist es besser aufgehoben als in der Waschküche neben dem Trockner.
Dadurch werden chemische Prozeße verlangsamt und z.B. Vitamin C bleibt wesentlich länger erhalten. Da Futter auch Bestandteile enthält, die wir täglich als Nahrung zu uns nehmen, denken
Sie daran : es sind quasi Lebensmittel und Sie würden Ihre Fischstäbchen auch nicht bei strahlender Sonne  auf der Terrasse aufbewahren.
Am besten Sie entnehmen das Futter nach dem Öffnen und füllen es in eine Tupper oder Vergleichbares um; am besten wäre  ein Behältnis, aus dem Sie die Luft entfernen können und das  lichtundurchlässig ist, oder Sie stellen es dunkel .
Das wäre das Optimum.
Gehen Sie einfach so vor, wie Sie es bei empfindlichen Lebensmitteln auch täten. Ihre Fische werden es Ihnen danken.

 

Warum ist es in einem Koiteich so wichtig gutes Futter zu füttern ??

Immer wieder taucht die Frage auf, warum kann ich nicht einfach normales Karpfenfutter der Baywa zB. verfüttern, was ja vorallem von Zuchtbetrieben verfüttert wird. Also kann das doch für meinen Koiteich nicht schlecht sein.
Dazu erst ein Vergleich zwischen einer Karpfenzuchtanlage und einem Koiteich :

Karpfenzuchtanlage                                      Koiteich
in der Regel Zu- und Ablauf                        in der Regel ein geschlossenes System
                                                                       Zu- und Ablauf höchstens in Form von
                                                                       Wasserwechsel

wird in der Regel komplett                            im Koiteich eher unüblich
abgelassen, desinfiziert und für
die neue Biologie vorbereitet

aus Kostengründen ist der Züchter             weder vom Volumen noch von der Struktur
stark interessiert "biologische Nahrung"     zu erwarten ( Erdloch mit glatten Wänden )
zu forcieren um mit dem Mastfutter nur
zuzufüttern

Futter muß nicht qualitativ hochwertig sein,        keiner will seine Koi mästen
da es nur als Ergänzung gefüttert wird und der
Fisch selten älter wie 2 Jahre wird

Hier geht es um schnellstmögliche Gewichtzunahme  kein Koiteichziel
mit möglichst wenig Geldeinsatz

Allein diese Unterschiede zeigen : die Futtermenge ist wurscht, die Ausscheidungen sind wurscht, das Futter ist billig, die Ausscheidungen werden schnell durch Zu und Abfluß eliminiert im Koiteich bedeutet dies die Futtermenge sollte möglichst gering sein, die Ausscheidung sollten gering sein, denn das dient der Wasserqualität und reduziert Wasserwechsel, Filteraufwand und Kiemenbelastung und dient damit der Gesundheit des Koi und der Kostenminimierung. Koifutter muß
die gesamte Ernährung übernehmen, da Naturfutter nicht zur Verfügung steht.
Demzufolge muß es zwangsläufig höherwertig zusammengesetzt sein.Auch über die geringere notwendige Menge erfolgt eine Kostenersparnis, die mitunter das gute Futter unter dem Strich billiger macht wie das scheinbar billige Mastfutter. Daß Mastfutter einer strengeren Kontrolle unterliegt ist ein Gerücht, richtig ist vielmehr , daß der Fisch auf Rückstände untersucht wird. Jeder Züchter wird einem aber unter der Hand erzählen, daß er ganz genau weiß was er an Substanzen - vorallem Arzneimitteln - wann reinhauen muß , damit bei der Schlachtkontrolle keine nachweislichen Auffälligkeiten mehr sind . Na wenn uns das nicht an den Radsport erinnert.
Das sollten Sie bedenken, wenn Sie im Schnäppchenrausch einen Sack Mastfutter heimschleppen.

 

Warum gibt es bei den einzelnen Futtersorten so große Preisunterschiede ??

Hier geht es  eigentlich um die Frage : Was ist der Mindeststandard  für ein tragbares Koifutter ?
Wenn ich diesen unteren Level weiß, kann ich mich später bei den Futtersorten besser orientieren. Es  geht hier vielmehr darum , die Vor und Nachteile einzelner Futterbestandteile zu erarbeiten, damit sich anhand dieser Erörterungen jeder für sich entscheiden kann, nehme ich das eine oder andere in Kauf, oder will ich das eine oder andere auf keinen Fall. Hierzu soll das Futtermittellexikon eine Hilfestellung geben.
Der Hinweis auf Futter aus dem Aquabereich und deren Preise ist mehr wie obsolet, denn die Zielrichtung dieses Futters ist eine  ganz andere.  Übertrieben ausgedrückt gilt es mit wenig Geld möglichst viel Masse zu machen ohne Rücksicht darauf, ob dieser Fisch dann in 5 Jahren an Verfettung gestorben wäre. Im Koibereich sollte es um was ganz Anderes gehen, nämlich wie erhalte ich meine Fische möglichst lange gesund und munter. Also hängt die Qualität des Futters eng mit seinen Bestandteilen zusammen.
Das gilt natürlich auch in anderen Bereichen  :
http://www.stern.de/magazin/heft/stern-nr-26-1862014-der-olivenoel-betrug-2117527.html
Der Stern kommt in seinem Artikel zu dem Schluß, daß auf Grund der Kostenlage ein extra vergine Olivenöl unter 8.--€ nicht machbar ist. Um genau diesen Aspekt geht es. Es geht jedenfalls nicht um die Frage ob Futter X besser ist als Futter Y , das  wäre im Übrigen von der Fragestellung Unsinn , sondern um die Frage welche Futterbestandteile sind tragbar und wo bewegt sich dann der Preis eines solchen Futters.
Natürlich gibt es dann immer noch Gauner, die für das Futter am untersten Level das doppelte verlangen wie ein seriöser Händler, aber das ist dann eine Sache des Vertrauens zu dem bei dem ich mein Futter kaufe. Jeder Metzger wird bestätigen, daß ein Kilo Rindfleisch für 0,99€ nur Schrott sein kann, es geht schlicht und einfach auf Grund der Kostenstruktur nicht. Es geht hier einfach darum festzustellen, wo ist der untere Schlußstrich, ab dem es nicht mehr vertretbar ist. Und bitte keine Vergleiche in denen mit Forellenfutter gearbeitet wird. Das macht besonders betroffen, denn die Forelle ist ein Fleischfresser im kalten fließenden Wasser und hat nicht nur ein anderes Ernährungsprofil, sondern auch einen anderen energetischen Bedarf. So etwas ist m.E. keine artgerechte Haltung . Also muß ich mir schlüssig werden was will ich, was ist für mich vertretbar und in dieser Kostengruppe wähle ich dann ein entsprechendes Futter. Daß ein Futter mit  über 30 % Fischmehl teurer ist als ein Futter mit Soja ist schon aus den Preisunterschieden auf dem Rohstoffmarkt erkenbar und verständlich. Soja kostet einfach nur 30 Cent das KIlo, ein sehr gutes Fischmehl da liegen wir schnell bei 3.--€ pro Kilo. Es sind also die Preisunterschiede nicht händlerbdingt sondern schlicht und einfach von den Zutaten abhängig. Wenn ich Soja nehme muß ich mir aber auch über dessen zum Teil gravierende
Nachteile im Klaren sein. Natürlich ist das momentan billiger. Nutzen Sie also intensiv das Futtermittellexikon und schicken Sie uns gerne Anfragen was wir noch speziel aufnehmen sollen


Warum variiert die Größe der Pellets vorallem schwimmend und sinkend ?

Immer wieder kommen Fragen zur Futtergröße, deshalb hier mal ein paar grundlegende Erläuterungen: 
Bei Chikara handelt es sich um ein Futterkonzept , das heißt nahezu allen Futtersorten liegen die gleichen Futterzutaten zugrunde. Eine Ausnahme bildet hier nur Premium. 
Warum ist das so ? Jede Futterumstellung ist für den Koi ein Streß und vor allem es dauert eine gewisse Zeit, bis der Fisch seine Bakterienbesiedelung im Darm entsprechend angepasst hat. Würde man nun kurzfristig eine andere Futtersorte füttern, wäre das für den Fisch nicht nur ein Streß,sondern die Zeit für die Darmanpassung wäre unter Umständen zu kurz, was zu einer schlechteren Futternutzung führt.  
Aus diesem Grund hat Chikara eine Art Grundmischung, die im Wesentlichen gleich ist. Diese wird nun modifiziert , das heißt Color zB. ist Basic plus mehr Farbpigmente, Immun ist Basic plus Immunstimulantien usw. . 
Was hat das mit der Größe zu tun ? 
Ganz einfach, wenn ich Zutaten habe wie Fischmehl, Getreide , Öl etc. so schwimmen diese Zutaten grundsätzlich. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten : Ich ändere das Rezept um Sinkfutter zu produzieren. Das vereinfacht die Sache wesentlich, Das ist aber auf Grund des Konzepts gerade nicht gewollt. 
Also bleibt mir nur die physikalische Lösung : Ich muß das Pellet mit mehr Futtermischung "vollpumpen" und es stärker zusammenpressen, um bei mehr Gewicht eine kleinere Oberfläche zu erreichen. Das muß ich solang durchtesten bis das Futter sinkt. Der Pressdruck erhöht aber auch die Temperatur, also sind auch hier Grenzen gesetzt um nicht 
eine Maillardreaktion zu erzeugen. Diese drohrt ab ca. 140 Grad und produziert das bekannte Acrylamid. Aus diesem Grund ist es vorallem bei kleinen Futtersorten sehr sehr schwierig ohne Änderung der Rezeptur aus einem ansich schwimmenden Futter ein Sinkfutter zu machen. Eine unsere Vorsichtsmaßnahmen ist deshalb auch das nchträgliche Aufbringen des Öls um nicht zusätzlich noch aus ungesättigten Fettsäuren gesättigte zu Erzeugen. 
Deshalb weichen Schwimm- und Sinkfutter der gleichen Größe in Form un Größe voneinander ab.Schon deshalb haben wir die Maße als Circamaße bezeichnet. 
Dabei ist uns die Zusammensetzung und damit der Nutzen für die Koiernährung wichtiger, als kugelrunde Pellets zu produzieren die optisch was hermachen . 
Bei uns ist die Reihenfolge Ernährungswertigkeit , ob sinkend oder schwimmend und die Form und Farbe sind bei uns, da sie für die Qualität des Futters nicht maßgebend sind, eher von untergeordneter Rolle. 
BHT, ranziges Öl, Sojaabfall , Federmehl usw. aber schön rund und farbig, nein danke. 
Wir hoffen , dass wir Ihnen die Problematik etwas näher bringen konnten und damit die Frage nach Größe und Form ausreichend erklärt erklärt werden konnte. 

   

 

 

Wir werden in Zukunft diese Fragen fortsetzen,  Sie können Fragen auch  über das Kontaktformular bei www.chikara-shop.de  stellen, wir stellen diese Fragen ggfs. mit Literaturhinweisen unter dem Punkt Chikara Koifutter klären. Sie können diese Fragen unter Tipps und Tricks bei download als PDF herunterladen.